Am Fuß des über fünftausend Meter hohen Mount Sharp hat der Mars-Rover Curiosity der US-Raumfahrtbehörde NASA Proben entnommen. An dieser Stelle bedeckte vor rund dreieinhalb Milliarden Jahren ein See die Oberfläche des Mars. Heute ist davon nur noch eine Sedimentschicht übrig geblieben.
Bei den Bohrungen stieß Curiosity auf eine bemerkenswerte Vielfalt organischer Moleküle. Diese Ergebnisse wurden kürzlich im Fachmagazin Nature veröffentlicht. Organische Kohlenstoffverbindungen gelten als mögliche Grundbausteine des Lebens, müssen jedoch nicht zwingend auf Leben hinweisen.
Es ist schwierig zu unterscheiden, ob diese Moleküle durch geologische Prozesse entstanden sind oder ob sie Abbauprodukte früheren Lebens sind. Die NASA spricht von möglichen Vorläufern der DNA, betont aber, dass dies kein Beweis für einstiges Leben auf dem Mars ist.
Auch auf Asteroiden, Kometen und anderen Himmelskörpern wurden bereits organische Moleküle gefunden. Die Astrochemikerin Susanne Wampfler von der Universität Bern erklärt, dass diese Grundbausteine an vielen Orten im Universum existieren. Allerdings gebe es bisher keinen eindeutigen Beweis für Leben außerhalb der Erde: "Wir sehen, dass diese Grundbausteine für Leben an vielen Orten vorhanden sind, aber dass wir andererseits bisher nichts gefunden haben, was definitiv Leben außerhalb der Erde beweisen könnte", so Wampfler gegenüber der SRF.
Ob es Leben außerhalb der Erde gibt, bleibt weiter ungewiss. Mayer sagt: „Wir könnten das einzige Leben im Universum sein – oder es könnte selbst in unserer Milchstraße Tausende von belebten Himmelskörpern geben.“ Bis heute gibt es darauf keine abschließende Antwort.