Tierisches Upgrade

Hoch hinaus! Neue Attraktion für Schönbrunns Affen

Schönbrunns Berberaffen können jetzt höher klettern: Fast 100 Robinienstämme bringen neue Action ins Affengehege.
Heute Tierisch
28.05.2026, 11:07
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Wer derzeit bei den Berberaffen im Tiergarten Schönbrunn vorbeischaut, bekommt ein neues Schauspiel geboten: Klettern, Balancieren und neugieriges Erkunden stehen wieder hoch im Kurs. Fast 100 naturbelassene Robinienstämme verwandeln die 2021 eröffnete Anlage der Berberaffen und Mähnenspringer in eine abwechslungsreiche Kletterlandschaft.

Die neuen Baumstämme stammen von den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf), einem langjährigen Partner des Tiergartens. Für die Tiere bedeutet der Umbau vor allem eines: mehr Bewegung, neue Reize und zusätzliche Aussichtspunkte.

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Krumme Bäume für Affen besonders spannend

Gesucht waren bewusst keine geraden Stämme von der Stange. Der Tiergarten setzte gezielt auf "krumme Gewächse", die das Klettern herausfordernder machen und sich optisch harmonisch in die felsige Anlage einfügen.

vTiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck und ÖBf-Vorstand DI Andreas Gruber
Daniel Zupanc

Fündig wurde man im Bundesforste-Revier in der sogenannten Mannersdorfer Wüste in Niederösterreich. Dort wächst die Robinie oft ungewöhnlich verzweigt – ein Vorteil für die Tiere. Ihre verschlungenen Äste schaffen natürliche Kletterwege, die den Bewegungsdrang der Berberaffen fördern und Beschäftigung bieten.

Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck betont die Bedeutung solcher Strukturen: Gerade Berberaffen seien auf abwechslungsreiche Umgebungen mit Felsen, Bäumen und Klettermöglichkeiten angewiesen. Die Kooperation mit den Bundesforsten bringe dabei seit Jahren Unterstützung – von Futterästen bis zu speziellen Baumstämmen.

Hart im Nehmen – und manchmal ein Snack

Die Wahl fiel nicht zufällig auf Robinienholz. Es gilt als besonders robust und wetterbeständig – laut Bundesforsten sogar als eines der härtesten Hölzer Mitteleuropas. Zum Einsatz kommt es sonst etwa im Wildbach- und Lawinenverbau.

Ein Detail dürfte die tierischen Bewohner zusätzlich freuen: Die Rinde der Stämme wurde bewusst nicht entfernt. Sie bietet heimischen Insekten Lebensraum – und sorgt damit gelegentlich für einen kleinen Extrasnack direkt vom Kletterbaum.

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