Österreich ächzt unter einer noch nie dagewesenen Gluthitze – an den Messstationen fällt Rekord um Rekord. Aber nicht nur lokal werden neue Extrema verzeichnet, auch bundesweit wurde eine Höchsttemperatur für den Monat Juni aufgestellt.
ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber meldete kurz nach 15 Uhr einen neuen Juni-Hitzerekord in Österreich: "Aktuell messen wir 38,9° in Bad Deutsch-Altenburg (NÖ) und es steigt noch. Bisheriger Rekord aus dem Jahr 2019 war 38,6° in Waidhofen an der Ybbs (NÖ)." Dazu veröffentlichte der Wetterfachmann ein Bild der Vegetation, die bereits w.o. gegeben hat.
Es wurden noch mehr: Kurz darauf wurden in Bad Deutsch-Altenberg 39,1 Grad gemessen, bevor die Temperturen wieder leicht zurückgingen.
Auch in Wien war das Bild ähnlich. In der Hauptstadt wurde laut Clemens Grohs von Kachelmannwetter, gegen 14.30 Uhr, ebenfalls ein neuer Rekord aufgestellt: "Derzeit 38,0 Grad; Tendenz steigend." Der alte Rekord (36,1 Grad) aus dem Jahr 2012 wurde somit deutlich überboten. Auch der immer wärmere City-Rekord von 37,7 Grad wurde damit eingestellt.
Bei der Auswertung der Tageshöchstwerte gegen 17 Uhr zeigen sich noch heißere Höchstwerte. 38,6 Grad wurden es in der Innenstadt, die Hohe Warte folgte mit 38,3 Grad knapp dahinter.
Am Sonntag hält das ungetrübt sonnige Wetter laut Prognose von www.ubimet.at im Osten und Südosten an, im Westen ziehen Wolken und ab Mittag erste Schauer durch. Am Nachmittag nimmt vom Arlberg bis in die Tauernregion und die westliche Obersteiermark die Gewitterneigung zu, dabei besteht Unwettergefahr mit Starkregen, Hagel und Sturmböen.
Abseits davon weht mäßiger Südwest-, im Osten Südostwind. Mit 31 bis 40 Grad erreicht die Hitze im Osten ihren Höhepunkt, im Westen beginnt sie sich abzuschwächen.
Der Montag startet von Vorarlberg bis ins Innviertel mit einzelnen Schauern und Gewittern, welche sich zunächst an der Alpennordseite ostwärts ausbreiten.
Am Nachmittag und Abend kommen sie vereinzelt auch in den lange sonnigen Osten und Süden voran, dabei besteht erhebliche Unwettergefahr. Mit den Gewittern frischt kräftiger Westwind mit Sturmböen auf.
In der Westhälfte kühlt es mit 24 bis 30 Grad etwas ab, während die Hitze im Osten und Südosten mit bis zu 40 Grad anhält.