Hitzeaktionstag

Hitzealarm in Wien – Rettung fährt deutlich öfter aus

Steigende Temperaturen sorgen für mehr medizinische Notfälle. Der Samariterbund Wien warnt vor den Folgen von Hitze und ruft zu Aufmerksamkeit auf.
Wien Heute
08.06.2026, 14:12
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Wenn die Temperaturen steigen, steigt auch die Zahl der Rettungseinsätze. Anlässlich des Hitzeaktionstags am 9. Juni warnt der Samariterbund Wien vor den gesundheitlichen Folgen von Hitzewellen. Besonders betroffen sind ältere Menschen, chronisch Kranke, Säuglinge und Kleinkinder sowie Personen, die im Freien arbeiten.

Mehr Notfälle an heißen Tagen

"Hitze ist weit mehr als eine Belastung des Wohlbefindens - sie kann rasch zu einem ernsthaften Gesundheitsrisiko werden. Gerade bei älteren Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen können Flüssigkeitsmangel, Kreislaufprobleme oder Hitzeerschöpfung gefährliche Folgen haben", so Susanne Drapalik, Präsidentin und Landeschefärztin des Samariterbundes Wien.

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Nach Erfahrungen der vergangenen Jahre kann die Zahl der Rettungseinsätze an besonders heißen Tagen um bis zu 20 Prozent steigen. Zu den häufigsten Ursachen zählen Kreislaufzusammenbrüche, Dehydrierung, Sonnenstiche und hitzebedingte Erschöpfungszustände. Vor allem in dicht verbauten Stadtgebieten bleibt die Belastung laut Samariterbund auch nachts hoch.

Darauf sollte man bei Hitze achten

Der Appell an die Bevölkerung lautet deshalb, auf gefährdete Menschen im eigenen Umfeld zu achten. Schon ein Anruf bei alleinlebenden Nachbarn, ein Besuch bei älteren Angehörigen oder die Erinnerung ans regelmäßige Trinken könne helfen.

Empfohlen wird, ausreichend Wasser oder ungesüßte Getränke zu trinken, direkte Sonneneinstrahlung zu meiden und körperliche Anstrengungen möglichst in die frühen Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. Außerdem sollten helle Kleidung und eine Kopfbedeckung getragen werden. Wohnräume sollten möglichst kühl gehalten und nachts gelüftet werden.

Hilfe bei Beschwerden holen

Warnsignale wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Benommenheit sollten ernst genommen werden. Bei Beschwerden wird empfohlen, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

"Mit dem Hitzeaktionstag möchten wir das Bewusstsein dafür schärfen, dass Hitzeschutz längst zu einem wichtigen Thema der Gesundheitsförderung und Arbeitssicherheit geworden ist", sagt Samariterbund-Geschäftsführer Oliver Löhlein. Besonders Mitarbeiter im Außendienst oder an wechselnden Einsatzorten seien den steigenden Temperaturen direkt ausgesetzt.

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