Nach einer dramatischen Nacht gibt es auf der kroatischen Urlaubsinsel Brač erste Hoffnung. Der seit Donnerstag wütende Waldbrand ist zwar weiterhin nicht gelöscht, nachlassender Wind erleichtert am Sonntag aber den Kampf gegen die Flammen.
"Nach einer dramatischen Nacht ist die Lage am Brandort heute Morgen günstiger und beruhigt sich langsam", berichtet der kroatische Feuerwehrverband laut "Dalmacija Danas". Rund 200 Feuerwehrleute sowie Löschflugzeuge sind im Einsatz.
Besonders kritisch war die Lage in der Nacht im Raum Milna, wo das Umspannwerk abgeschaltet werden musste. Augenzeugen sprechen laut kroatischen Medien von einer "höllischen Nacht". Die Feuerfront verlagerte sich Richtung Osibova und Baterija. Die meisten gefährdeten Gebäude konnten geschützt werden, einige Häuser wurden jedoch beschädigt oder brannten ab.
Mehrere hundert Menschen, darunter Urlauber, wurden in Sicherheit gebracht und in Aufnahmezentren und Hotels versorgt. Einige Evakuierte erlitten Rauchgasvergiftungen, zwei Menschen wurden mit leichten Verletzungen ins Klinikum nach Split gebracht. Informationen über "schwerwiegende Verletzungen" liegen bisher nicht vor.
Am Samstagabend wurden weitere Feuerwehrleute mit Fähren nach Brač gebracht. Mindestens 3.500 Hektar Wald in den Buchten von Ložišće, Bobovišće, Milna und Umgebung wurden bereits zerstört.