"Anfang vom Ende"

Nach AfD-Beben – Migranten denken ans Auswandern

Nach dem AfD-Beben in Sachsen-Anhalt geht bei vielen Migranten die Angst um. Einige fürchten um ihre Zukunft in Deutschland.
Newsdesk Heute
12.09.2026, 22:18
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Der Erdrutschsieg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt sorgt noch immer für Aufregung – unter anderem auch weil in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern Wahlen anstehen. Viele Migranten sind besorgt, berichtet "focus.de".

So auch Hasan (50), der vor 20 Jahren aus der Türkei nach Deutschland ausgewandert war und in einem Elektronikladen in Berlin arbeitet. Ihm zufolge wäre das, was die Partei mit Deutschland vorhabe der "Anfang vom Ende" für ihn. Plötzlich käme Auswandern wieder infrage. Damit ist er nicht alleine.

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Auch Kritik an Regierung

Grund für die Unzufriedenheit der Migranten ist aber nicht nur die AfD. Auch die schwarz-rote Bundesregierung wird kritisiert. So auch vom Gemüsehändler Omer, der als Sohn von türkischen Einwanderern vor 44 Jahren in Berlin zur Welt kam. Er kritisiert die hohen Preise und wünscht sich die D-Mark zurück. Die Politik solle wieder mehr für die Wirtschaft tun, so der Händler.

Auch bei der Migration sieht der türkischstämmige Mann Probleme. Ihm seien die ganzen Araber "zu viel". Die AfD würde der 44-Jährige dennoch nicht wählen. Er finde den Hass, den die Partei vertrete "unerträglich". Sollten die Blauen in Berlin oder ganz Deutschland an die Macht kommen, werde der Unternehmer mit seiner Familie in die Türkei auswandern.

Auch Ahmed (22) aus Irak hat seine Probleme mit der AfD. Ihn mache der Rassismus der Partei traurig. Der 22-Jährige lebt seit sieben Jahren in Deutschland, arbeitet zurzeit in einem Mini-Job und träumt davon seinen Schulabschluss nachzuholen. Danach möchte der junge Mann "eine richtige Arbeit zu bekommen". Bei Ausländern, die straffällig werden, ist der Iraker jedoch derselben Meinung wie die AfD. Diese Personen müssen Deutschland verlassen, so der 22-Jährige.

Keine "Bio-Deutsche"

Mit Angst auf die Entwicklungen in Sachsen-Anhalt blickt die Irakerin Payiz. Die 48-Jährige ist seit 20 Jahren in Deutschland, besitzt die Staatsbürgerschaft und hat eine Immobilienagentur. Ihre drei Kinder studieren gerade in Wien. Die Frau ist sich sicher, dass ihr deutscher Pass sie nicht "vor Willkür durch die AfD" schützen werde. Immerhin sei sie keine "Bio-Deutsche".

Laut ihrer Aussage würden viele Migranten so denken und überlegen in welches Land sie auswandern könnten. Auch ihre Familie spiele mit dem Gedanken, sollte die AfD an die Macht kommen.

red,12.09.2026, 22:18