Der Grill ist heiß, das Fleisch liegt bereit, aber die Glut macht nicht mit. Mal ist sie zu schnell weg, mal kommt sie nicht richtig auf Temperatur. Oft liegt das nicht am Grill selbst, sondern am falschen Brennstoff.
Holzkohle entsteht, wenn Holz unter Luftabschluss verkohlt wird. Sie wird vergleichsweise schnell heiß und eignet sich für alles, was direkt über der Glut zubereitet wird: Burger, Würstel, Gemüsespieße oder Steaks, die außen kräftig Farbe bekommen sollen.
Der Nachteil zeigt sich später am Abend, wie chip.de berichtet. Holzkohle brennt meist kürzer und ungleichmäßiger ab. Sie hält nur etwa 30 bis 40 Minuten. Wer lange grillt, muss eher nachlegen.
Briketts bestehen aus gepresstem Material, häufig aus zerkleinerter Holzkohle. Je nach Produkt kommen Bindemittel zum Einsatz. Durch ihre gleichmäßige Form brennen sie berechenbarer als lose Holzkohlestücke und halten bis zu zwei Stunden.
Das macht sie interessant, wenn der Grill länger laufen soll. Kohlebriketts und Kokosbriketts brauchen laut Stiftung Warentest beim Anzünden etwas länger, halten dann aber lange die Temperatur. Für indirektes Grillen, Rippchen, Hähnchen, Braten oder längere Grillrunden sind sie deshalb oft die bessere Wahl.
Der Brennstoff allein bestimmt die Temperatur nicht. Auch Luftzufuhr, Grillform, Kohlemenge und Deckelstellung spielen eine große Rolle. Viel Sauerstoff macht die Glut heißer. Wird die Luftzufuhr gedrosselt, brennt sie ruhiger und langsamer.
Für direktes Grillen liegt das Grillgut über der Glut. Für indirektes Grillen wird die Kohle an den Rand gelegt, das Grillgut liegt daneben und gart bei geschlossenem Deckel. Wer einen Kugelgrill nutzt, kann die Temperatur deshalb deutlich besser steuern.
Spiritus oder Benzin haben am Grill nichts verloren. Sicherer sind feste Grillanzünder und ein Anzündkamin. Das Grillgut sollte erst auf den Rost, wenn Kohle oder Briketts gut durchgeglüht sind und eine helle Ascheschicht tragen. Dann qualmt es weniger und das Grillgut liegt nicht direkt über lodernden Flammen.