Rodeln gehört in Österreich zum Winter genauso wie das Skifahren. Immer mehr Skigebiete bieten deshalb eigene Rodelstrecken neben der Piste oder Abfahrten von Berghütten aus an. Eine der berühmtesten und nebenbei die längste Rodelbahn Niederösterreichs ist die Strecke am Semmering Hirschenkogel (Zauberberg).
Nach der Bergfahrt in der Gondel geht es auf Kufen 3 Kilometer lang zurück ins Tal – tagsüber, aber auch nachts bei Flutlicht. Im Netz hat zuletzt jedoch die Kritik am Zustand der Rodelbahn zugenommen.
So stellt ein Besucher des Skigebiets klar: "Extrem gefährliche Rodelhänge". Eine Touristin aus Wien geht bei ihrer Google-Bewertung mehr ins Detail: "Die Bahn war einfach nur schlecht. Sie war voller Unebenheiten. (...) Stellenweise konnte man gar nicht rodeln und musste zu Fuß weitergehen."
"Was ist da los? So viele schlechte Bewertungen zur Rodelstrecke. Von Bekannten haben wir gehört, dass sie ihre Schuhe nach einer Horror-Fahrt wegschmeißen konnten", fragt gar ein Wiener. Und ein Roland Bákai aus Ungarn stellte fest: "Die Rodelbahn ist voller lebensgefährlicher Unebenheiten. Die Bahn wird nicht instand gehalten, so etwas sollte nicht erlaubt sein."
Doch hier muss der Geschäftsführer der Semmering-Hirschenkogel Bergbahnen Ges.m.b.H. ganz klar abwinken: "Die einzigartige Rodelbahn mit Flutlichtbeleuchtung und Kunstschnee wird täglich in der Nacht und in der Pause zwischen 16 und 18 Uhr mit einer Pistenraupe präpariert", erklärte Nazar Nydza auf "Heute"-Nachfrage.
Allerdings seien nicht nur die Skipisten, sondern vor allem auch die Rodelbahn an gewissen Tagen stark frequentiert, worunter die Beschaffenheit leide: "Natürlich kann bei höheren Temperaturen – wie leider in den letzten Tagen der Fall – durch Abbremsen der Zustand der Rodelpiste am Nachmittag nicht so optimal sein wie am Vormittag. Dieser Effekt ist bei allen Bergbahnen auf Abfahrtspisten bekannt und entsteht durch die Nutzung."
Für alle, die die Rodelbahn "fast alleine" nutzen möchten, hat Nydza zudem noch einen Tipp: "Unter der Woche hat man gute Chancen. Als Tagesausflugsgebiet verzeichnen wir am Wochenende höhere Besucherzahlen als an Arbeitstagen."