Am Donnerstag wird im Linzer Landhaus wieder heftig diskutiert. Für besonders viel Wirbel sorgt dabei die geplante Dienstzeitreform der Polizei. Erstmals ziehen dabei alle Parteien im OÖ-Landtag an einem Strang. In einem gemeinsamen Antrag fordern sie den Bund auf, die neuen Regeln noch einmal zu überarbeiten.
Konkret geht es um Wochenenddienste. Das Innenministerium plant eine der größten Änderungen im Polizeidienst seit Jahrzehnten. Künftig sollen Beamte deutlich häufiger fix an Samstagen und Sonntagen eingeteilt werden. Bis zu 48 Stunden pro Monat könnten laut den Plänen als reguläre Arbeitszeit gelten.
Personalvertreter schlagen deshalb laut ORF Alarm. Sie warnen vor massiven Einkommensverlusten. Für viele Polizisten könnten mehrere hundert Euro netto pro Monat wegfallen. Zusätzlich befürchten die Gewerkschafter noch mehr Belastung im ohnehin angespannten Polizeialltag.
Besonders brisant: Auch ÖVP und Neos in Oberösterreich stellen sich mit dem Antrag gegen ihre Parteikollegen in Wien. Unterstützung kommt von den Freiheitlichen. "Die Polizei ist keine Sparmasse", heißt es von der FPÖ.