Die SPÖ schlägt im Landtag Alarm: In Wels schafft es jedes vierte Kind nicht, dem regulären Unterricht in deutscher Sprache zu folgen. Gleichzeitig verlassen laut SPÖ 40 Prozent der oberösterreichischen Volksschüler die vierte Klasse, ohne die Bildungsstandards im Lesen zu erreichen.
Für das kommende Schuljahr fehlen allein in Wels 91 Lehrkräfte. Für SPÖ-Abgeordneten und Jugendsprecher Mario Haas ist klar: Die Landesregierung müsse dringend handeln.
"Wer lesen kann, kann lernen. Wer nicht lesen kann, verliert schon in der Volksschule den Anschluss", sagt Haas. Die schwarz-blaue Landesregierung dürfe bei Sprachförderung und Schulpersonal nicht sparen.
Die SPÖ bringt deshalb am Donnerstag einen Antrag im Landtag ein. Gefordert wird ein Maßnahmenpaket für besseren Spracherwerb an oberösterreichischen Volksschulen.
Konkret soll es mehr Unterstützungspersonal, bessere Bedingungen für Lehrer an schwierigen Standorten, den Ausbau von Schulbibliotheken und digitalen Lernangeboten sowie mehr Zusammenarbeit mit Integrationsvereinen und pensionierten Lehrern geben.
Haas verweist auch auf die Landesfinanzen. Die Einnahmen aus Ertragsanteilen seien im ersten Quartal über den Prognosen gelegen. "Budgetären Spielraum gibt es", so der SPÖ-Politiker.