Die verbalen Angriffe auf Kylian Mbappé reißen nicht ab. Kurz vor dem WM-Viertelfinale Frankreichs gegen Marokko hat die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia erneut scharf gegen den Superstar ausgeteilt – und dabei erneut mit heftigen Beleidigungen für Empörung gesorgt.
Während einer Parlamentssitzung behauptete die Politikerin, Mbappé habe Paraguays Torhüter Orlando Gill nach dem Achtelfinale bewusst respektlos behandelt. Der Real-Madrid-Star habe sich demnach geweigert, dem Keeper die Hand zu geben, und ihn angeschrien. Daraufhin beschimpfte sie den Franzosen Huren**** und erklärte, ein "echter Franzose" würde sich nicht so verhalten.
Frankreich hatte das Achtelfinale gegen Paraguay dank eines Treffers von Mbappé mit 1:0 gewonnen. Die Südamerikaner waren in der Partie immer wieder durch harte Fouls gegen die Franzosen aufgefallen.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Senatorin gegen Mbappé austeilt. Bereits nach dem Spiel hatte sie den 27-Jährigen auf der Plattform X mit rassistischen Aussagen beleidigt. Wegen dieser Äußerungen leitete die Pariser Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen öffentlicher Beleidigung ein.
Trotzdem legte Amarilla de Boccia nun noch einmal nach. Frankreich dürfe nicht auf Mbappé reduziert werden, erklärte sie und verwies auf Persönlichkeiten wie Jean-Jacques Rousseau, René Descartes, Victor Hugo und Simone de Beauvoir sowie auf die französische Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte.
Anschließend richtete sie erneut scharfe Worte an den Stürmer. Sie warnte Mbappé davor, sich mit Paraguayern anzulegen, erinnerte an die Inhaftierung von Ronaldinho in Paraguay im Jahr 2020 und drohte sogar mit rechtlichen Schritten. Mbappé müsse sich bei ihr entschuldigen, erklärte die Politikerin, andernfalls wolle sie ihre juristischen Möglichkeiten ausschöpfen.