"Ich hatte über zehn Jahre keine erholsame Nacht"

Mindestens 15 Mal pro Stunde hört Hans Gruber im Schlaf zu atmen auf. Er ist auf eine Maske angewiesen.

Wenn Hans Gruber zu Bett geht, sieht er aus wie eine Mischung aus Darth Vader und einem Tiefseetaucher. Der pensionierte Lehrer ist für seine Nachtruhe auf eine Maske angewiesen, die ständig Frischluft in sein Gesicht bläst. Ohne das Gerät ist an erholsamen Schlaf nicht zu denken.

Denn Gruber leidet unter schwerer Schlafapnoe. Bei der Krankheit setzt der Atem im Schlaf mindestens 15 Mal pro Stunde aus. „Man ringt dann wie ein Ertrinkender um Luft und wird aus dem Tiefschlaf gerissen“, erklärt der Wiener. Die Folge: Völlig unkontrollierte Tagesmüdigkeit. „Man schläft ständig im Sitzen ein, kann kaum noch etwas lesen. Du sitzt am Schreibtisch und im nächsten Moment bist du total weggetreten.“

Die ständigen Erstickungsphasen lösen zudem Stress im Körper aus und führen bei Patienten zu Folgeerkrankungen wie Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck. Auch Gruber musste sich wegen seines chronischen Leidens bereits einer Herzbypass-OP unterziehen.

Lange ohne Diagnose

Wie bei vielen Betroffenen war seine Schlafapnoe lange Zeit unentdeckt geblieben. „Ich war immer ein Schnarcher, das haben mir alle Beteiligten bestätigt. Ich habe das stets so hingenommen. Aber als ich dann in einem Schlaflabor erstmals die Maske benutzt habe, wurde mir sofort klar, was los ist. Da hatte ich zum ersten Mal seit über zehn Jahren wieder erholsamen Schlaf.“ Mehr Infos: ssoe.at

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