Bereits als Teenagerin entdeckte die Wienerin ihre Leidenschaft für die Selbstfotografie. "Ich wollte schon immer leicht bekleidete Frauenkörper fotografieren, Nacktheit ist etwas Natürliches", erzählt Christina Noélle im Gespräch mit "Heute". "Aber nachdem sich keine meiner Freundinnen fotografieren lassen wollte, habe ich angefangen, mich selbst zu fotografieren."
Inzwischen hat sie für neue Fotomotive den ganzen Globus bereist. Ihr jüngster Selfshots-Fotokalender, der soeben erschienen ist, trägt den Titel "Italien hat mich verführt".
"Das erste Mal", erinnert sie sich, "war 2012 oder 2013, als ich meine Playboy-Strecke in der Toskana fotografiert habe. Ich bin sofort diesem Dolce Vita erlegen – den alten Gebäuden, den Pinienwäldern, den weitläufigen Stränden und den wunderschönen Sonnenuntergängen." Seitdem zieht es sie immer wieder in den Stiefelstaat.
Die über Jahre entstandenen Selbstporträts zeigen Christina unter anderem freizügig auf Sizilien, in Pisa oder Triest. Ihre persönlichen Höhepunkte? "Venedig ist outstanding, das findet man sonst nirgendwo auf der Welt – und der Gardasee, den liebe ich am meisten. So ein wilder See, ideal zum Windsurfen, und rundherum diese hohen, steilen Felsen."
Welche Aufnahmen es schließlich auf die zwölf Seiten des Kalenders schafften, durften ihre Fans bestimmen. "Ein Bild wollte ich eigentlich gar nicht reinnehmen. Es zeigt mich auf einem Hausdach am Lago Maggiore. Das war wirklich schwierig zu fotografieren: Es war sehr windig, ich musste das Stativ mit einem Seil fixieren und bin dann mit Stöckelschuhen hinaufgeklettert. Zum Glück gab es am Dach Haken, an denen ich mich festhalten konnte. Aber das war schon nicht ohne …"
Für ihre unkonventionellen und kreativen Fotoarbeiten erhält die Wienerin – die zuletzt auch in der ORF-Serie "Der Fall der Gerti B." zu sehen war – viel Lob und starke Medienresonanz. Und manchmal sorgt ihr Stil sogar für Aufsehen anderer Art: "Es ist schon einmal passiert, dass ältere Passantinnen entsetzt die Polizei gewählt haben. Aber ich fotografiere fast immer mit Genehmigung, daher ist das kein Problem. Meist bin ich sehr früh draußen, da treffe ich nur Yoga-Frauen oder Radfahrer. Die stört das nicht – viele fragen sogar, ob ich sie fotografieren könnte."
Passend zu ihrer wachsenden Bekanntheit baut Christina Noélle derzeit ihr Fotostudio in Perchtoldsdorf aus – und hat gerade ihr Weihnachtsfotostudio in Wien-Hietzing eröffnet.