Umfangreiche Ermittlungen brachten die Fahnder des Landeskriminalamtes Oberösterreich auf die Spur des Mannes. Er steht im Verdacht, mindestens drei Opfer im Alter von 18, 23 und 32 Jahren zur Sexarbeit gezwungen zu haben. Sie mussten von Februar 2025 bis Anfang 2026 an mehreren Orten, vorwiegend in Wels, anschaffen.
Zwei der Prostituierten wurden aus Ungarn unter Vorspiegelung falscher Tatsachen nach Österreich gebracht. Ihr Landsmann soll außerdem die finanzielle Notlage der Frauen ausgenützt haben.
Das Geld, das sie in Wohnungen und Hotels verdienten, mussten sie zur Gänze an ihn abliefern. Zudem wurden auch Strafen verhängt, wenn beispielsweise die Einnahmen versteckt worden waren.
Am 8. Jänner war es so weit: Der mutmaßliche Zuhälter und eines der Opfer wurden in Innsbruck lokalisiert. Er wollte eigentlich aus der Tiroler Landeshauptstadt abreisen, die Polizisten fassten ihn aber noch rechtzeitig.
Anschließend durchsuchten sie ein illegales Bordell in Innsbruck. Dabei stellten die Ermittler Bargeld und Drogen sicher. Der 27-Jährige, der geständig ist, dürfte sich mit einem Betrag in zumindest sechsstelliger Höhe bereichert haben.
Er landete in der Justizanstalt der Stadt. In den kommenden Tagen wird der Mann in die Justizanstalt Wels überstellt.