Sturm, Schnee, Regen und Kälte

"Im Winter-Keller" – Meteorologe überrascht jetzt alle

Eine Kaltfront bringt Sturm, Schnee und Gewitter nach Österreich - auch im Flachland wird es weiß. Wetter-Experte Marcus Wadsak wagt eine Prognose.
Newsdesk Heute
26.03.2026, 16:09
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Nach mehreren Wochen mit vergleichsweise mildem Wetter ist jetzt Schluss mit Frühling: Eine kräftige Kaltfront hat Österreich erfasst und sorgt für einen markanten Wetterumschwung.

Bereits am Mittwoch traf die Front in Vorarlberg ein, in der Nacht auf Donnerstag breitete sich die deutlich kältere Luft auf das ganze Land aus. Damit kehrt der Winter spürbar zurück - und das teils ungewöhnlich heftig.

Schnee bis in die Täler

Vor allem in den Nordalpen sinkt die Schneefallgrenze rasch auf rund 500 Meter. In Tälern wie dem Inntal, Salzachtal und Ennstal sind am Donnerstag in der Früh Schneeflocken möglich.

Im Tagesverlauf ziehen immer wieder Regen- und Schneeschauer durch, vereinzelt sind sogar Graupelgewitter dabei. Besonders betroffen ist ein Streifen von Vorarlberg über die Obersteiermark bis ins Nordburgenland.

Dazu kommt kräftiger Wind: In weiten Teilen des Südens und in den Zentralalpen wird es zunehmend stürmisch. In Osttirol, Kärnten, der Steiermark und im Burgenland sind Böen zwischen 50 und 80 km/h zu erwarten, vereinzelt sogar bis zu 120 km/h.

"Erreichen inversen Kulminationspunkt"

Die Folgen könnten spürbar sein. Umstürzende Bäume oder herabfallende Äste können Straßen blockieren oder Stromausfälle verursachen. Auch in Skigebieten sind Einschränkungen möglich.

Bis Freitag bleibt die Lage angespannt. In den Nord- und Zentralalpen sind verbreitet 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee möglich, in manchen Regionen sogar deutlich mehr. Besonders im Bereich vom Mariazellerland bis zum Wienerwald könnten lokal bis zu 80 Zentimeter fallen.

"Heute (Donnerstag) und morgen (Freitag) befinden wir uns im Wetter-Keller, wir erreichen den inversen Kulminationspunkt mit Sturm, Schnee, Regen und Kälte. Auch über das Wochenende bleibt es ungemütlich", erklärt Wetter-Experte Marcus Wadsak auf Facebook. In Richtung Osten gehe es laut dem Meteorologen aber "langsam und leicht bergauf".

Der Ausblick

Am Freitag setzt sich das nasse und windige, spätwinterliche Wetter fort. In den Voralpen und im Wienerwald schneit es häufig und teils kräftig, anfangs ist selbst im Flachland vorübergehend Schneeregen oder nasser Schneefall dabei. Tagsüber steigt die Schneefallgrenze gegen 500 Meter an. Im Oberen Waldviertel überwiegen die trockenen Abschnitte, die Sonne zeigt sich aber kaum. Der Nordwestwind weht lebhaft bis kräftig, am Alpenostrand auch stürmisch und lässt die maximal -1 bis 6 Grad eher frostig erscheinen.

Der Samstag beginnt im Bergland und im Osten mit etwas Regen bzw. oberhalb von etwa 300 m mit Schneefall. Am Vormittag steigt die Schneefallgrenze gegen 500 m an und es trocknet allmählich ab. Anschließend stellt sich ein teils freundlicher Sonne-Wolken-Mix ein, am hartnäckigsten bleiben die Wolken im südlichen Bergland. Besonders am Alpenostrand weht noch kräftiger Nordwestwind. Die Höchstwerte liegen je nach Sonne zwischen 5 und 13 Grad.

Am Sonntag stellt sich vom Weinviertel bis zur Buckligen Welt ein Mix aus Sonne und durchziehenden Wolken ein. Sonst dominieren die Wolken und Richtung Wald- und Mostviertel ist tagsüber etwas Regen bzw. oberhalb von etwa 700 bis 900 m auch Schneefall möglich. Sonst bleibt es trocken. Vom Weinviertel bis in die Bucklige Welt weht weiterhin lebhafter bis kräftiger, in Böen auch stürmischer Nordwestwind. Maximal 4 bis 12 Grad.

{title && {title} } red, {title && {title} } 26.03.2026, 16:09
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