Warnstufe Violett

Halber Meter Schnee – hier ist Österreich schon weiß

Vom Mariazellerland bis zum Bregenzerwald ist Österreich ab etwa 600 m Seehöhe tiefwinterlich verschneit. Doch der größte Schnee kommt erst noch.
Newsdesk Heute
26.03.2026, 12:21
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Es trat ein, was vorhergesagt wurde: Von Westen her kam am Mittwochnachmittag langsam Wind auf, der immer stürmischer wurde und Regen mit sich brachte. In der Nacht folgte der Temperatursturz und der Schnee. In weiten Teilen Österreichs wachten die Menschen zu einer dicken Schneedecke auf.

Schon jetzt liegen 5 cm Schnee in Mariazell, 9 cm in Saalbach, 15 cm in Achenkirch und 20 cm in Seefeld. In Warth am Arlberg hat gar 35 Zentimeter geschneit. In St. Anton am Arlberg ist der Winterdienst spät im Jahr einmal mehr im Dauereinsatz. 16 cm müssen dort von den Straßen geräumt werden (siehe Fotos).

Österreich verbreitet weiß

Schnee liegt auch in der Landeshauptstadt Innsbruck, wo es am Mittwoch noch frühsommerliche 20 Grad hatte. In Salzburg hingegen ist es noch ein paar Grad zu warm, als dass der Schnee liegen bleiben würde.

In den etwas höheren Lagen ab etwa 600 m ist Österreich vom Mariazellerland bis zum Bregenzerwald aber weiß. Das betrifft auch wichtige Reiserouten im Osterverkehr, darunter die A10 bei Altenmarkt im Pongau, wo stellenweise winterliche Bedingungen herrschen. Winterreifen sind hier unbedingt notwendig.

Hier ist Österreich Donnerstagfrüh schon weiß.
UBIMET

Sturm kommt auf

In den kommenden Stunden nimmt nun der Sturm in den Südalpen und am Alpenostrand Fahrt auf. Auf exponierten Berggipfeln werden bereits Orkanböen um 120 km/h gemessen, etwa am Hochwechsel und am Schneeberg.

Südlich des Alpenhauptkamms gibt es deswegen aktuell in sechs Bundesländern eine rote Sturmwarnung. Nördlich des Alpenhauptkamms wiederum gibt es ebenfalls in sechs Bundesländern eine rote Schneewarnung, in der Gegend um das Gesäuse wurde gar die allerhöchste Warnstufe Violett ausgerufen. Grund ist der nasse Schnee, der zu Schneebruch und Lawinen führen kann.

Die genaue Prognose

Der Donnerstag präsentiert sich von seiner trüben und nasskalten, an der Alpennordseite winterlichen Seite, mit Schneefall bis in die Täler, so die UBIMET-Unwetterzentrale. Die Schneefallgrenze pendelt zwischen 300 und 600 m, im Süden sowie vom Inn- bis ins Waldviertel sind einige trockene Abschnitte zu erwarten. Die Sonne zeigt sich aber kaum. Bei kräftigem, am Alpenostrand gegen Abend stürmischem Nord- bis Nordwestwind bleibt es kalt. Dabei muss in exponierten Föhnlagen mit schweren Sturmböen bzw. orkanartigen Böen gerechnet werden.

Am Freitag ist es verbreitet dicht bewölkt und im Nordstau sowie im Osten schneit es noch zeitweise bis in die Täler bzw. Niederungen. Im Tagesverlauf steigt die Schneefallgrenze etwas an, generell lässt der Niederschlag aber zögerlich nach. Dazu weht weiterhin lebhafter bis kräftiger Wind aus nördlichen Richtungen. In prädestinierten Föhnlagen sowie am Alpenostrand treten weiterhin Sturmböen bis schwere Sturmböen auf, in exponierten Lagen auch orkanartige Böen auf. Zum Abend hin lässt der Wind allmählich etwas nach.

Der Samstag beginnt im östlichen Bergland mit etwas Schneefall bzw. unterhalb von anfangs 300 m Regen, tagsüber steigt die Schneefallgrenze mit nachlassender Intensität auf 700 m an. Ansonsten stellt sich trockenes Wetter mit sonnigen Auflockerungen ein, vom Tiroler Inntal bis nach Kärnten scheint die Sonne sogar recht häufig. Meist trüb bleibt es hingegen von der Obersteiermark bis ins Weinviertel. Auch ganz im Westen werden die Wolken gegen Abend wieder dichter, es bleibt aber noch trocken. Besonders im Burgenland weht noch kräftiger Nordwestwind.

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