Leistbarer Wohnraum wird immer knapper. Eine aktuelle Analyse von ImmoScout24 zeigt: Die beliebtesten Mietwohnungen werden nicht nur teurer, sondern auch kleiner.
Ausgewertet wurden jene zehn Prozent der Mietwohnungen, die heuer die meisten Anfragen erhalten haben. Im Schnitt kostet eine Wohnung inzwischen 859 Euro Bruttomiete pro Monat. Das sind 41 Euro mehr als im Vorjahr.
Gleichzeitig sinkt die Wohnfläche. Während die meistgesuchten Wohnungen im Vorjahr noch durchschnittlich 60 Quadratmeter groß waren, sind es heuer nur noch 57 Quadratmeter. Die durchschnittliche Zimmeranzahl bleibt mit 2,3 Räumen unverändert.
"Die Daten zeigen, dass Wohnungssuchende ihre Erwartungen an die Realität des Marktes anpassen. Die begehrtesten Mietwohnungen werden kleiner, gleichzeitig steigt das akzeptierte Mietniveau. Wer heute eine leistbare Wohnung sucht, ist bereit, bei der Wohnfläche Kompromisse einzugehen - entscheidend bleibt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Preis und Größe", sagt Joseph Obiegbu, Geschäftsführer von ImmoScout24 in Österreich.
Besonders tief müssen Mieter im Westen des Landes in die Tasche greifen. In Vorarlberg kosten die gefragtesten Mietwohnungen durchschnittlich 1.096 Euro pro Monat, in Tirol 1.082 Euro und in Salzburg 1.046 Euro.
Auch Wien nähert sich der 1.000-Euro-Marke. Die beliebtesten Mietwohnungen kosten dort im Schnitt bereits 944 Euro pro Monat und sind durchschnittlich 56 Quadratmeter groß.
Am günstigsten sind die meistgesuchten Mietwohnungen in der Steiermark mit durchschnittlich 722 Euro monatlich. Im Burgenland gibt es mit durchschnittlich 67 Quadratmetern zugleich die größten Wohnungen unter den gefragtesten Angeboten.