Es ist der schwerste Sonnensturm seit 22 Jahren, der seit Montagabend langsam die Erde trifft. Bei solch einer Stärke sind Auswirkungen auf Kommunikation, Satelliten und Flugbetrieb möglich. Ein spektakulärer und rein optischer Nebeneffekt sind wiederum Polarlichter, die bis in österreichischen Breiten zu beobachten waren.
Erstmals entdeckt wurde dieser Sonnensturm erst am Sonntag von der Raumsonde SOHO, berichtet die GeoSphere Austria auf Facebook. Kurz nach seiner Entstehung wurde er jedoch seitlich abgelenkt. "Es ist auch immer noch nicht klar, ob uns nicht nur ein seitlicher Ausläufer des Sonnensturms trifft, oder tatsächlich auch Teile der magnetischen Flussröhre."
Fest steht aber schon jetzt: Es tut sich was in den Magnetfeldmessungen der Raumsonden in Erdnähe. Und auch Störungen im Erdmagnetfeld sind aufgrund der Polarlichter evident.
"Die nächsten Stunden werden uns mehr Aufschluss geben, ob uns der magnetische Kern des Sonnensturms trifft und Bz vielleicht mehr in den negativen Bereich bringt (was dann eine stärkere Störung des Erdmagnetfelds bewirken könnte)", heißt es von der GeoSphere Austria.
Bz-Wert: Ausrichtung der Stärke des interplanetaren Magnetfelds. Je weiter im südlichen (negativen) Bereich, desto besser (für Polarlichter).
Der Höhepunkt steht und also womöglich erst bevor.