Wetterphänomen mit Polarkälte

Eisige Nächte – warum dieser Platz −28,4 Grad erreicht

Ein Ort sticht während der massiven Kältewelle besonders heraus: Schwarzau im Freiwald. Dort wurden in der Nacht Temperaturen wie am Nordpol gemessen.
Victoria Carina  Frühwirth
13.01.2026, 05:15
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An einer Messstelle in Schwarzau im Freiwald (Gemeinde Moorbad Harbach, Gmünd) wurden zuletzt minus 28,4 Grad festgestellt. Gemessen wird die Lufttemperatur an der Wetterstation in zwei Metern Höhe.

Knapp über dem Boden war es allerdings sogar noch kälter, melden die Experten der GeoSphere Austria. In fünf Zentimetern Höhe wurden in Schwarzau in der Nacht auf Montag sogar stolze -34,2 °C erfasst. Damit zählt Schwarzau auf 788 Metern Seehöhe aktuell zu den kältesten bewohnten Orten des Landes.

6 Kilometer entfernt und 15 Grad kälter

Der Grund für die extremen Werte ist ein bekanntes Wetterphänomen: Schwarzau liegt in einem Kaltluftsee, wie GeoSphere Austria in ihren Auswertungen bekanntgibt. In dieser Senke sammelt sich schwere, kalte Luft, die bei windstillen und klaren Bedingungen nicht abziehen kann. Die Folge: Es ist dort oft 10 bis 15 Grad kälter als im restlichen Gemeindegebiet von Moorbad Harbach, das gerade einmal sechs Kilometer entfernt liegt.

Trotz der eisigen Temperaturen bleibt die Lage für die Bevölkerung in der Gemeinde Moorbad Harbach beherrschbar. Wie es von der Gemeinde im "Heute"-Gespräch heißt, "beziehen zwar einige Bewohner den niederösterreichischen Heizkostenzuschuss, in unserer Gemeinde kann sich aber noch jeder das Heizen leisten. Frieren muss hier niemand."

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Breites Wintersport-Angebot

Als Kurort ist Moorbad Harbach auch im Winter gut aufgestellt: Einheimische wie Kurgäste sind weiterhin draußen unterwegs – beim Spazierengehen, Schneeschuhwandern oder beim Langlaufen. "Man zieht sich eben wärmer an und meidet die Abendstunden draußen, wenn es noch kälter wird", heißt es aus der Gemeinde.

Ein Winter mit solchen Minusgraden sei für die Region nicht untypisch, auch wenn die vergangenen Jahre deutlich milder ausgefallen seien. Nur heuer zeigt das Waldviertel mal wieder, warum es als Kältepol Niederösterreichs gilt.

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