2026 wird hier ein ganzes Jahrhundert Theater gefeiert. Die Festspiele Reichenau stellen damit ihre Saison ab Juli unter das Jubiläum "100 Jahre Theater Reichenau" – und laden zu einem Sommer ein, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet.
Der offizielle Ausblick auf das Programm wurde am Montag, dem 12. Jänner, präsentiert. Mit dabei: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP) und Intendantin Maria Happel. "Wir feiern 100 Jahre Theater Reichenau, und damit 100 Jahre Theatergeschichte in einer der eindrucksvollsten Regionen unseres Landes", zeigt sich Mikl-Leitner begeistert. Die Zahlen aus dem Vorjahr unterstreichen die Bedeutung: 37.000 Besucher, 91 Prozent Auslastung.
Zwischen 1. Juli und 2. August stehen heuer sogar 130 Vorstellungen auf dem Programm. Inhaltlich setzt der Jubiläumssommer klare Akzente. Einerseits geht es um Erinnerung und historische Verortung, andererseits um die Öffnung für junges Publikum und Familien.
"Wer Kinder für Kultur begeistert, stärkt unsere Identität und sichert unser kulturelles Erbe für kommende Generationen", betonte die Landeshauptfrau.
Für Intendantin Maria Happel ist das Jubiläum mehr als ein Rückblick. "Mit dem Programm 2026 sagen wir bewusst: Wir machen auf", erklärte sie. Das Theater solle ein Ort bleiben, an dem große Stoffe, starke Ensembles und aktuelle Fragen zusammenkommen.
Eröffnet wird der Sommer mit Johann Strauß’ "Die Fledermaus", jenem Werk, mit dem das Theater Reichenau im Jahr 1926 seine Pforten öffnete. Es folgen Produktionen von Arthur Schnitzler, Leo Tolstoi, Joseph Roth und Stefan Zweig. Gespielt wird im Theater Reichenau, im Südbahnhotel Semmering und im Kurpark. Der allgemeine Kartenverkauf startet am 11. Februar 2026.