In einer Wohnhausanlage in Krems war im Erdgeschoß ein Brand ausgebrochen – das Stiegenhaus füllte sich rasch mit Rauch, der Fluchtweg war völlig verraucht.
Binnen Minuten rückten zahlreiche Feuerwehren, Rettung und die Polizei an. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlugen bereits Flammen aus den Fenstern der Brandwohnung, schwarzer Rauch quoll ins Freie. Ein Mann versuchte sogar wegen der starken Verrauchung, sich mit einem Sprung aus dem ersten Stock in Sicherheit zu bringen. Die Feuerwehr stellte sofort eine Leiter auf und rettete den Mann.
Parallel dazu drang ein Atemschutztrupp in die Brandwohnung vor. Dort wurde ein weiterer Mann im Eingangsbereich gefunden und an den Rettungsdienst übergeben. Wegen des verrauchten Stiegenhauses mussten schließlich alle übrigen Bewohner aus dem Haus geholt werden – insgesamt 41 Personen.
Die Rettung erfolgte über Drehleitern, eine Teleskopmastbühne sowie über Steck- und Schiebeleitern. Weitere Bewohner wurden mit Fluchthauben über das Stiegenhaus geführt. Auch zwei Hunde und zwei Katzen konnten in Sicherheit gebracht werden.
Unverletzte Bewohner wurden zunächst in die Bezirksstelle des Roten Kreuzes Krems gefahren, später in Notquartiere untergebracht. Neun Personen mussten zur weiteren Abklärung in umliegende Kliniken transportiert werden.
Nachdem der Brand gelöscht war, wurde das Gebäude entraucht und kontrolliert. Eine Ausbreitung des Feuers konnte ausgeschlossen werden. Das Haus ist derzeit unbewohnbar, der Strom wurde vorsorglich durch EVN-Techniker abgeschaltet. Die Brandursache ist noch unklar – die Polizei ermittelt seit den Nachtstunden.
Im Einsatz standen 111 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Krems, Imbach, Langenlois, Palt, Rohrendorf und Herzogenburg mit 27 Fahrzeugen, unterstützt vom Roten Kreuz, der Polizei und der EVN.