Impf-Kontrolle eskaliert – Mann attackiert Kassiererin

2G-Streit in einem Grazer Einkaufszentrum
2G-Streit in einem Grazer EinkaufszentrumPrivat
Ein Impf-Rebell filmte sich dabei, wie er eine Kassiererin verbal attackierte. Anschließend spazierte er mit der unbezahlten Ware aus dem Geschäft.

Seit Dienstag werden im Handel die Genesungs- bzw. Impfzertifikate kontrolliert. In einem Grazer Shoppingcenter kam es "Heute"-Infos zu folge am Mittwoch zu einem Streit. Ein Mann betrat gegen 9.30 Uhr einen Libro, um sich einen Klebstoff zu kaufen. An der Kassa angekommen, wurde er von der Angestellten darauf aufmerksam gemacht, einen 2G-Nachweis vorzulegen. Doch der Mann weigerte sich vehement und attackierte die Frau verbal – "Heute" berichtete. 

Nach der lautstarken Auseinandersetzung spazierte der Impf-Gegner mit dem Kleber aus dem Geschäft – bezahlt wurde der allerdings nicht. Als die alarmierte Polizei vor Ort eintraf, zeigte sich der Mann im Hinblick auf die Corona-Bestimmungen uneinsichtig. Wie ein Polizeisprecher gegenüber "Heute"bestätigte, kam es hierbei zu einer "Meinungsverschiedenheit". Die Beamten zeigten den aufgebrachten Grazer in weiterer Folge wegen Ladendiebstahls an. Weiters muss der Tatverdächtige wegen der Nichteinhaltung der Covid-Bestimmungen mit einer Corona-Strafe rechnen. 

Angestellte arbeiten in Angst

Laut Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA, komme es seit Dienstag immer wieder zu Drohungen in Geschäften. "Uns wird aus dem Handel vermehrt von verbalen Ausschreitungen und Gewaltandrohungen bei der 2G-Kontrolle berichtet. Angestellte werden von Kunden beschimpft und haben teilweise Angst, in die Arbeit zu gehen", so Teiber. Sie appelliert daher an alle Kunden die Angestellten zu respektieren. Es müsse doch allen klar sein, dass sich die Angestellten diese Situation nicht ausgesucht haben. 

Besonders dramatische Szenen sollen sich jedoch in Baumärkten abgespielt haben. An die aggressiven Kunden hat die Gewerkschaft eine klare Nachricht: "Lassen Sie die Beschäftigten in Ruhe, sie können nichts für Ihre Situation!" Es dürfe laut Teiber keinesfalls zu körperlichen Übergriffen kommen: "Lieber einmal zu oft die Polizei rufen, als einmal zu selten."

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