Regelung sorgt für Ärger

"In Österreich anders" – Frust bei deutschem Coach

Die deutschen Skisprung-Trainer sind nach der nicht geschafften Qualifikation für Olympia von Karl Geiger frustriert.
Sport Heute
09.02.2026, 14:06
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Skisprung-Routinier Karl Geiger hat die Qualifikation für die Olympischen Spiele verpasst – eine Entscheidung, die bei Trainer Stefan Horngacher für spürbaren Frust sorgt. Umso bitterer ist das Aus, weil der Deutsche zuletzt mit deutlich ansteigender Form überzeugte. Genau deshalb fordert Horngacher nun, das Qualifikationssystem des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zu überdenken.

"Für ihn tut mir das echt leid", sagte Horngacher vor der Abreise zu den Winterspielen und machte keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. Geiger darf nicht mit nach Italien, weil er die nationale Olympia-Norm nicht zum geforderten Zeitpunkt erfüllt hatte – obwohl er sportlich zuletzt klar aufzeigte.

Besonders schmerzhaft: In den letzten Springen vor Olympia präsentierte sich der 32-Jährige immer stärker, am vergangenen Wochenende belegte er in Willingen sogar Rang drei. Leistungen, die aus Sicht des Trainers eigentlich für eine Nominierung sprechen würden.

"Da könnte man vielleicht auch mal über unser System in Deutschland nachdenken. In Österreich ist es ein bisschen anders. Da können dann mehr die Trainer entscheiden, wer aktuell der Beste ist und zu Olympia fahren soll. Das war jetzt bei uns nicht unbedingt gegeben", erklärte Horngacher und verwies damit auf das österreichische Modell.

Er habe "nach Ergebnissen im Vorfeld aufstellen müssen", so der Coach weiter – eine Vorgehensweise, die er selbst kritisch sieht. "Dabei weiß ich nicht, ob das eigentlich sportlich das Richtige ist." Für Geiger, der die Norm letztlich zu spät erfüllte, bleibt nur die bittere Erkenntnis, dass starke Leistungen zur falschen Zeit nicht ausreichten. "Aber wir haben keine andere Wahl gehabt und müssen uns nach diesen Richtlinien strecken", stellte Horngacher klar.

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