"Heute"-Interview

Kraft: "Es wird ein enges Gemetzel werden"

Am Donnerstag proben die Skispringer auf der Normalschanze. Stefan Kraft spricht im "Heute"-Talk über Olympia, seine Chancen und den perfekten Stoff.
Erich Elsigan
05.02.2026, 07:05
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Auftakt in Predazzo! Heute um 20 Uhr bestreiten die Skispringer ihr erstes Training auf der olympischen Normalschanze. "Ich habe eine coole Vorfreude in mir", erzählt Stefan Kraft im "Heute"-Gespräch.

Der 32-Jährige wartet 2026 noch auf seinen ersten Podestplatz. "Ich weiß natürlich, dass ich es drauf habe. Bei Einzelsprüngen bin ich immer wieder vorn dabei, aber es ist ein bisschen kompliziert geworden. Ich bin irgendwo zwischen Außenseiter und Mitfavorit. Die Karten werden neu gemischt. Es wird sicher ein enges Gemetzel."

Der ÖSV-Adler hofft, in Sachen Material ein Ass im Ärmel zu haben. "Man hat seinen Lieblingsski, spart sich den besten Anzugstoff auf. Aber das macht eigentlich jeder."

Kraft weiß, dass er ans Limit gehen muss. Sorgen, wie in Sapporo (Jap) disqualifiziert zu werden, hat er aber nicht. "Wir werden alles ausreizen, aber nicht über die Grenze gehen. Ich spiele zu 100 Prozent mit fairen Mitteln", stellt der Superstar klar.

"Das in Japan war einfach eine unglückliche Szene. Unsere Schneiderin war nicht mit. Wir wollten den Sommeranzug beim Oberschenkel ein bisschen weiter machen, beim Zusammennähen ist ein Bein um fünf Millimeter kürzer geworden. Da ist viel zusammengelaufen. Ich bin mit dem Anzug später dann in Willingen gesprungen, also es passt alles."

Ungewöhnlich ist in Predazzo die späte Startzeit. Der zweite Durchgang beginnt nach 20 Uhr. "Man ist nervös und angespannt an so einem Tag, das zieht sich dann in die Länge. Wir werden die Zeit gut überbrücken. Es gibt das olympische Dorf, wir haben Spiele mit, man kann viel im Fernsehen ansehen. Mir ist es sogar lieber, wir springen am Abend, weil da ist es vom Wind meist recht stabil."

Unterstützung kommt vor Ort von Ehefrau Marisa und der kleinen Tochter. "Sie haben sich hier ein Apartment genommen. Beim Bewerb selbst werden dann aber nur meine Eltern sein. Weil mit der Kleinen ist es noch ein wenig kompliziert, auch wegen der Uhrzeit."

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