Start mit Kreuzbandriss

Maier-Arzt warnt Vonn: "Kann dramatisch enden"

Lindsey Vonn geht trotz Kreuzbandriss bei den Olympischen Spielen an den Start. Aus Sicht mancher Ärzte keine gute Idee.
Sport Heute
04.02.2026, 20:39
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Lindsey Vonn hatte am Dienstag in Cortina ihren ersten großen Olympia-Moment. Die 41-jährige US-Speed-Queen verriet auf einer Pressekonferenz, dass sie sich bei ihrem Sturz in Crans-Montana (Sz) das Kreuzband gerissen hat – und dennoch um Gold kämpfen will.

"Meine Chancen sind nicht mehr die gleichen wie vor dem Unfall. Aber es gibt immer noch eine Chance. Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Es ist noch nicht vorbei", sagt Vonn.

Aber: Ist es schlau, mit einem gerissenen Kreuzband eine Abfahrt zu bestreiten? "Körperlich wird das kein Problem sein, wenn, dann ein psychisches, denn natürlich hast du die Verletzung im Kopf", sagt "Heute"-Experte Marc Girardelli, der selbst jahrelang ohne Kreuzband Rennen fuhr, 1993 sogar den Gesamtweltcupsieg holte. "Das ging, weil die Muskulatur das Knie gehalten hat."

Mediziner raten Vonn jedoch, sich das Thema genau durch den Kopf gehen zu lassen. Sportarzt Artur Trost, der einst das verletzte Bein von Hermann Maier gerettet hat, sagt im "Blick": "Kein vernünftiger Arzt wird Vonn das jemals empfehlen. Eine gesunde Muskulatur kann ein gerissenes Kreuzband kurzfristig kompensieren. Aber ratsam ist ein Start aus medizinischer Sicht keinesfalls, denn das kann dramatisch enden."

Laut Trost sind Folgeschäden wie "Bandverletzungen bis zu Schienbeinkopfbrüchen" möglich. Auch der Knorpel im Knie sei gefährdet – sogar dann, wenn Vonn nicht stürzt. "Bereits durch die ständige Belastung durch Schläge, Sprünge und Kurven kann er auf Dauer geschädigt werden."

Vonn kennt das Risiko. Sie kennt die Strecke wie kaum eine andere, gewann in Cortina bereits 13 Mal. Trost sagt dennoch: "Es ist ihre Entscheidung, und diese gilt es zu respektieren. Aber als Arzt würde ich ihr dringend davon abraten, zu fahren."

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