Grenzschutz mit Biss

Indien will Krokodile gegen Migranten einsetzen

Mit einer radikalen Maßnahme will Indien Zuwanderer stoppen: Laut einem Grenzschutz-Offizier sollen große Reptilien abschreckend wirken.
Nick Wolfinger
08.04.2026, 12:22
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Mit einer skurrilen Idee will Indien den Schutz seiner über 4.000 Kilometer langen Grenze zu Bangladesch erhöhen. "Wir wurden gebeten, den Einsatz von Reptilien wie etwa Schlangen und Krokodilen an nicht bewachten Grenzfluss-Abschnitten zu prüfen", sagte der Grenzschutz-Offizier Manoj Barwal am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Barwal sprach von einer "innovativen Idee", die allerdings "zahlreiche Herausforderungen" vor allem mit Blick auf die Sicherheit mit sich bringe. Krokodile und viele große Reptilien sind geschützte oder gefährdete Arten. Sie lassen sich nicht einfach so beschaffen.

Unberechenbare Gefahr

Krokodile und Schlangen lassen sich nicht kontrollieren oder gezielt "einsetzen". Sie bewegen sich frei und sind unberechenbar. Die Tiere würden nicht zwischen Migranten und Anwohnern unterscheiden.

Die Grenze verläuft oft durch bewohnte Fluss- und Sumpfgebiete. Menschen leben, arbeiten und fischen dort täglich. Zusätzliche Raubtiere würden auch Einheimische massiv gefährden.

"Wir haben unsere Einheiten vor Ort gebeten, den Plan auf Machbarkeit zu untersuchen und uns so schnell wie möglich Bericht zu erstatten", sagte der Offizier.

Signal für harte Migrationspolitik

Indien hat eine mehr als 4.000 Kilometer lange Grenze zu Bangladesch, die vor allem durch Flüsse, Sümpfe und Mangrovenwälder geprägt ist. Die seit 2014 herrschende Hindu-nationalistische Regierung unter Narendra Modi hat den Kampf gegen die illegale Einwanderung vor allem aus Bangladesch zu einem wichtigen Ziel erklärt.

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