Während sich die Lage in Spanien und Frankreich zuletzt etwas entspannt hat, kämpft Griechenland weiter gegen mehrere große Waldbrände. Die größten Feuer brennen rund 60 Kilometer westlich von Athen, die Rauchwolken sind bis in die Hauptstadt zu sehen. Am Samstagmorgen mussten erneut mehrere Ortschaften vorsorglich geräumt werden.
In der Bucht von Porto Germeno brachte die Küstenwache laut "Kathimerini" zwölf Menschen vom Strand aus über das Meer in Sicherheit. Mindestens zehn Häuser wurden nach Angaben von Ertnews zerstört. In der Region sind 325 Feuerwehrleute und Freiwillige, 92 Fahrzeuge, 18 Löschflugzeuge und sieben Hubschrauber im Einsatz. Auch im Norden der Peloponnes wird an zwei Brandfronten gekämpft.
Mehr als 300 Einsatzkräfte stehen laut Feuerwehr im Gebiet von Porto Germeno in der Region Viotia im Einsatz. "Das Feuer hat das Meer erreicht, Häuser sind mit Sicherheit beschädigt worden", sagte ein Feuerwehrsprecher der AFP. Wegen des "sehr starken" Windes mussten einige Löschflugzeuge zu einem anderen Brand auf der Peloponnes verlegt werden. Der Wetterdienst des Nationalen Observatoriums von Athen registrierte Windspitzen von bis zu 130 km/h.
Auf Kreta hat die Feuerwehr den großen Waldbrand im Süden der Insel inzwischen unter Kontrolle. Rund 220 Feuerwehrleute bleiben jedoch im Einsatz. Wegen des Windes sind Löschflüge weiterhin nicht möglich, Glutnester entfachen immer wieder neue kleinere Brände. Als mögliche Ursache werden Schäden an Strommasten untersucht. Eine Entwarnung gibt es dennoch nicht: Für die Region um Athen und die Südhälfte Euböas gilt weiterhin die höchste Waldbrandgefahr, für Teile Kretas, der Peloponnes sowie mehrere Ägäisinseln die zweithöchste Warnstufe.