Die Inflation in Österreich hat sich im Juni etwas abgeschwächt. Laut erster Schätzung liegt die Teuerungsrate bei 3,2 Prozent, nach 3,7 Prozent im Mai. Damit geht der Preisdruck spürbar zurück, bleibt aber weiterhin auf erhöhtem Niveau.
Ein wesentlicher Grund für den Rückgang sind die Energiepreise. Vor allem Treibstoffe und Heizöl haben im Juni deutlich weniger stark zur Teuerung beigetragen als noch im Monat davor. Insgesamt stiegen die Energiepreise um 5,4 Prozent – im Mai waren es noch satte 9,8 Prozent.
Auch bei Lebensmitteln, Tabak und Alkohol hat sich die Lage etwas entspannt. Diese Gruppe verteuerte sich im Juni um 1,5 Prozent, nach 2,2 Prozent im Mai. Ähnlich moderat entwickelten sich die Preise für Industriegüter, die um 1,1 Prozent zulegten.
Der größte Treiber der Inflation bleibt aber der Dienstleistungsbereich. Hier gab es wie schon im Mai einen Anstieg von 4,4 Prozent. Damit sorgen vor allem Mieten, Gastronomie und andere Services weiterhin für Druck auf die Geldbörsel.
"Die niedrigere Teuerung ist vor allem auf die schwächere Dynamik bei Energie zurückzuführen", erklärt Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk.