Glasfaser-Frist

Internet-Aus kommt 2035 – EU schaltet alte Netze ab

Die EU-Kommission plant, den Glasfaserausbau bis 2035 zu verlängern und Genehmigungsverfahren für schnellere Netze zu vereinfachen.
Digital  Heute
21.01.2026, 16:17
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Die EU-Kommission will den 27 Mitgliedsländern mehr Zeit für den Umstieg auf Glasfaser geben. Bis 2035 – also fünf Jahre später als bisher geplant – soll der Ausbau abgeschlossen sein und die bisherigen DSL-Anschlüsse abgeschaltet werden, schlug EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen am Mittwoch in Straßburg vor.

Die Vorschläge sehen außerdem vor, die Genehmigungsverfahren für den Netzausbau zu vereinfachen.

Für viele Länder gibt es noch kein fixes Datum für den vollständigen Umstieg auf Glasfaser. Die deutsche Bundesnetzagentur etwa hat aber am Montag einen Fahrplan präsentiert: Sobald vier von fünf Haushalten und Unternehmen in Deutschland mit Glasfaser versorgt sind, soll eine schrittweise Abschaltung der DSL-Anschlüsse und Kupferkabel beginnen.

"Zeitpunkt der tatsächlichen Abschaltung"

"Kupfernetze können nur dann abgeschaltet werden, wenn nahezu flächendeckend Glasfaser verfügbar und der Wettbewerb auf den neuen Netzen gesichert ist", erklärte Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller am Montag. Das bedeutet, dass zum Beispiel von der Telekom verlegte Kabel auch anderen Anbietern offenstehen müssen.

Die Bundesnetzagentur betonte, "zum Zeitpunkt der tatsächlichen Abschaltung sollte prinzipiell eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaser vorliegen". Zwei Jahre vor der Abschaltung sollen die Unternehmen keine Verträge mehr für DSL-Anschlüsse anbieten. Ein Jahr davor will die Bundesnetzagentur alle betroffenen Kundinnen und Kunden informieren.

In den letzten Jahren hatte die EU-Kommission überlegt, große Digitalkonzerne wie Netflix und Google wegen ihres hohen Datenverbrauchs am Netzausbau zu beteiligen. Diese Überlegungen sind mit den Vorschlägen vom Mittwoch nun vorerst vom Tisch.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 21.01.2026, 17:57, 21.01.2026, 16:17
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