iPhone mit "Fortnite" kostet 10.000 Euro im Netz

"Fortnite" flog kurzerhand aus den Stores von Apple und Google. Nun versuchen zahlreiche Gamer, aus dieser Situation einen großen Profit zu schlagen.

3.000, 4.000 oder auch mal bis zu 10.000 Euro kosten derzeit iPhones, auf denen "Fortnite" installiert ist, auf diversen Auktionsplattformen. Die Geräte werden einerseits international auf Ebay, aber auch hier in Österreich auf diversen Plattformen angeboten.

Doch was ist der Grund für solch horrende Preise für ein Spiel, das eigentlich kostenlos ist? Epic Games, der Entwickler des Spiels, hat sich mit Google und Apple angelegt. Epic führte im August ein eigenes Bezahlsystem ein. Denn jedes Mal, wenn über Google oder Apple etwas verkauft wurde, musste Epic 30 Prozent davon an die Unternehmen abtreten. Epic Games hatte die "monopolistischen Geschäftspraktiken" von Google und Apple schon länger kritisiert. Dabei geht es um viel Geld.

Wucherpreise im Internet

Mit dem Schritt zog Epic allerdings den Zorn der beiden IT-Giganten auf sich. Diese löschten "Fortnite" ohne zu zögern aus ihren Stores, mit der Begründung, dass die App gegen die gültigen Richtlinien verstoße. "Fortnite"-Fans können das Game derzeit also nicht mehr offiziell herunterladen, was zu den Wucherpreisen führte. Von den stark überteuerten Angeboten sollte man jedoch die Finger lassen. Es gibt keine Garantie, dass "Fortnite" spielbar bleibt, und will man das Gerät zurücksetzen, so verliert man auch das Spiel.

Epic hat gegen Apple und Google eine 60-seitige Klage eingereicht. Für den "Fortnite"-Entwickler könnte dies also weitreichende Folgen haben. Laut Epic-CEO Tim Sweeney hat Apple angekündigt, alle Entwickler-Konten von Epic am 28. August zu sperren. Das wäre für Epic verheerend, da sie auch die sogenannte Unreal Engine anbieten. Die Entwicklungsplattform wiederum nutzen zahlreiche andere Game-Entwickler.

Wer blinzelt zuerst?

Apple erklärte, man werde keine Ausnahmen für Epic machen. Doch der Streit lasse sich einfach beilegen. Epic müsse lediglich ein Update hochladen, wo die eigene Bezahllösung wieder entfernt wurde. Die Frage ist also: Wer blinzelt zuerst? "Ich denke, dass Epic ein Update einreichen wird, um wieder den Apple-Richtlinien zu entsprechen", schreibt der Tech-Analyst John Gruber auf seinem Blog.

Das Ansehen von Apple könnte zudem Schaden nehmen: "Vor allem junge Gamer werden Apple die Schuld geben, dass ihr Lieblingsspiel aus dem Store verschwunden ist", sagt er. Er glaubt aber auch, dass es Epic mit der Klage ernst meint und für seine Anliegen weiterkämpfen wird.

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