Kurz vor der Einigung zwischen den USA und dem Iran soll der Text des Rahmenabkommens noch einmal geändert worden sein. Nach iranischen Angaben wurde im letzten Moment eine Passage zu Gebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus eingefügt.
Das berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars am Montag unter Berufung auf informierte Kreise. Demnach sei die Formulierung angepasst worden, "um die Frage der iranisch-omanischen Souveränität über die Straße von Hormus klar und ausdrücklich hervorzuheben".
"Die Verwendung des Begriffs 'maritime Dienstleistungen' (in der endgültigen Fassung) bedeutet, dass die Vereinigten Staaten akzeptiert haben, dass Gebühren an den Iran gezahlt werden", erklärte Fars weiter.
Die USA und der Iran hatten sich am Sonntag nach wochenlangen angespannten Gesprächen auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Krieges verständigt. Laut US-Präsident Donald Trump ist auch die Öffnung der Straße von Hormus Teil der Einigung. Die Meerenge ist für den weltweiten Handel mit Öl und Flüssiggas von großer Bedeutung.
Die Unterzeichnung des Abkommens soll nach Angaben des Vermittlers Pakistan am Freitag in Genf stattfinden.
Der Krieg hatte am 28. Februar mit Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Teheran reagierte darauf mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel, US-Einrichtungen in der Region sowie Ziele in mehreren Golfstaaten. Zudem blockierte der Iran die Straße von Hormus weitgehend. Seit dem 8. April galt eine brüchige Waffenruhe.