Der Iran hat auf einen Vorschlag der USA zur Beendigung des Krieges mit weitreichenden Forderungen reagiert. Laut Außenamtssprecher Esmail Bakaei verlange Teheran ein Ende der Kämpfe in der gesamten Region, die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen und die Freigabe eingefrorener Milliarden-Vermögen.
Bei einer Pressekonferenz in Teheran betonte Bakaei am Montag, der Iran fordere keine "Zugeständnisse", sondern lediglich seine "legitimen Rechte". Konkret gehe es um Vermögenswerte, die dem iranischen Volk gehörten und seit Jahren gesperrt seien.
Iranische Staatsmedien nennen nun weitere Details der Forderungen. Demnach verlangt Teheran auch die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus. Zudem sollen Sanktionen auf iranische Ölverkäufe bereits während möglicher Verhandlungen aufgehoben werden.
Geplant sei laut iranischen Berichten zunächst eine gemeinsame Absichtserklärung, gefolgt von 30 Tagen Verhandlungen. Auffällig: Hinweise auf nukleare Zugeständnisse des Iran fehlen in den bisher bekannten Details völlig.
Die Antwort auf den US-Vorschlag soll über Pakistan an Washington übermittelt worden sein. US-Präsident Donald Trump reagierte allerdings scharf. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, die iranische Antwort sei "vollkommen inakzeptabel".
Angesprochen auf Trumps Reaktion auf die iranische Antwort erzählte eine iranische Quelle dem US-Medium Axios: "Niemand im Iran verfasst Vorschläge, um Trump zu gefallen", sagten sie. "Das Verhandlungsteam sollte nur Vorschläge für die Rechte des iranischen Volkes ausarbeiten, und wenn Trump damit unzufrieden ist, ist das natürlich besser."
Nach Trumps Reaktion stiegen die Ölpreise im frühen Handel bereits deutlich an. Statt Entspannung sorgen die neuen Forderungen aus Teheran nun weltweit für neue Nervosität an den Märkten.