Im seit Monaten andauernden Iran-Krieg mehren sich die Anzeichen für eine weitere Eskalation. Berichten aus Pakistan zufolge könnten die USA eine begrenzte Bodenoffensive gegen iranische Küstenregionen vorbereiten.
Gut informierte Kreise gehen davon aus, dass US-Präsident Donald Trump Warnungen seines Militärs missachtet und einen Angriff trotz der erheblichen Risiken erwägen könnte.
Die iranischen Streitkräfte haben laut Armeesprecher Amir Akraminia betont, auf eine mögliche US-Offensive vorbereitet zu sein.
Experten sehen eine Invasion als hochgefährlich an: US-Soldaten wären im Iran Angriffen mit Raketen und Drohnen ausgesetzt, ohne den Schutz, den Militärbasen in den Golfstaaten bieten.
Wie "l'essentiel" berichtet, befürchten pakistanische Geheimdienste, dass die USA mit einer Bodenoffensive auf iranischem Boden einen Strategiewechsel vollziehen könnten. Die Einschätzung basiert auf Beobachtungen militärischer Bewegungen in der Region.
Nach mehreren US-Angriffen im Süden Irans sind laut lokalen Behörden zahlreiche Wasseranlagen beschädigt oder zerstört worden. Besonders die Zivilbevölkerung leidet unter der angespannten Versorgungslage, da die Sommerhitze regelmäßig Temperaturen von über 40 Grad bringt.
Auch im internationalen Ölhandel macht sich der Konflikt bemerkbar: Nach einer Phase intensiver US-Angriffe ist der Ölpreis zuletzt um mehr als fünf Prozent gefallen. Die Hoffnung auf eine Deeskalation stieg, nachdem sowohl die USA als auch der Iran am Wochenende ihre militärischen Aktionen vorübergehend einstellten.
In der Straße von Hormus wurden erneut Schiffe von Irans Revolutionsgarden gestoppt. Laut eigenen Angaben kontrollieren die Garden große Teile des Persischen Golfs. Zudem wurden Angriffe auf Öltanker und Drohnenattacken auf saudi-arabisches Territorium gemeldet.
US-Präsident Trump drohte dem Iran mehrfach mit harten Vergeltungsmaßnahmen. Zugleich wächst der innenpolitische Druck: Das US-Repräsentantenhaus forderte in einer Resolution ein Ende des Militäreinsatzes. Auch internationale Stimmen, darunter der UN-Generalsekretär, äußerten Besorgnis über die Angriffe auf zivile Infrastruktur.