Der Krieg gegen den Iran hat die USA nach Angaben des Pentagons bereits 37,5 Milliarden Dollar (rund 33 Milliarden Euro) gekostet. Während Verteidigungsminister Pete Hegseth im Senat zusätzliche Milliardenmittel verteidigte, setzte das US-Militär seine Angriffe auf Ziele im Iran fort.
Hegseth nannte die bisher angefallenen Kosten am Dienstag bei einer Anhörung im US-Senat. Gleichzeitig warb er für zusätzliche 67 Milliarden Dollar für das Verteidigungsministerium. Das Geld werde dringend benötigt, um die Kosten des Iran-Kriegs bis Ende September zu decken.
US-Präsident Donald Trump machte deutlich, dass die Militäroperation aus seiner Sicht noch nicht beendet ist. "Wir sind noch lange nicht fertig. Wir ziehen jetzt noch nicht ab." Außerdem drohte Trump mit Angriffen auf die unterirdische Atomanlage Pickaxe Mountain. "Wir werden dieses Gebiet ziemlich bald und sehr hart angreifen."
Zugleich erklärte Trump, der Wiederaufbau im Iran werde seiner Einschätzung nach mindestens zwei Jahrzehnte dauern. "Wenn wir jetzt rausgehen, würde der Iran 20, 25 Jahre brauchen, um sich wieder aufzubauen", sagte der Präsident.
Kurz nach den Aussagen Hegseths flog das US-Militär eine weitere Angriffswelle. Nach Angaben des Regionalkommandos Centcom begann diese gegen 1.00 Uhr MESZ und endete um 2.15 Uhr.
Nach US-Angaben richteten sich die Angriffe gegen militärische Kommandozentralen, maritime Kapazitäten, Flugzeughangars, Drohnenlager sowie militärische Logistik. Es war laut Centcom die elfte Nacht in Folge mit US-Angriffen auf den Iran.
Iranische Staatsmedien berichteten von Angriffen in mehreren Landesteilen, darunter im Nordwesten und Süden des Landes. Auch die Stadt Buschehr mit dem einzigen aktiven iranischen Atomkraftwerk sei angegriffen worden.
In der Hauptstadt Teheran wurde laut den Berichten in mehreren Stadtteilen die Luftabwehr aktiviert. Ob auch die von Trump erwähnte Atomanlage Pickaxe Mountain zu den Zielen gehörte, blieb zunächst unklar.
Die iranische Armeeführung kündigte für den Fall eines Angriffs auf Pickaxe Mountain eine weitere Eskalation an. Dann würden sinngemäß sämtliche Interessen der USA sowie ihrer Verbündeten und Unterstützer in der Region zum Ziel werden.
Die USA begründeten die jüngsten Angriffe damit, dass der Iran in den vergangenen drei Monaten mehr als 30 Handelsschiffe in der Straße von Hormus angegriffen habe. Nach Angaben von Centcom habe das US-Militär seit Anfang Mai die Passage von rund 900 Schiffen und damit den Transport von rund 450 Millionen Barrel Rohöl durch die Meerenge abgesichert.