Knapp eine Woche nach seiner ersten Stellungnahme hat sich Irans neuer Oberster Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei erneut öffentlich geäußert – und dabei scharfe Worte gefunden.
In einer am Mittwoch über staatliche iranische Medien verbreiteten Erklärung sprach Chamenei dem getöteten Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, sein Beileid aus. Laridschani war bei einem israelischen Angriff ums Leben gekommen. Gleichzeitig kündigte Chamenei Vergeltung an.
"Zweifellos zeigt die Ermordung einer solchen Persönlichkeit, wie groß ihre Bedeutung ist und wie sehr die Feinde des Islam sie hassen", sagte Chamenei. "Jedes vergossene Blut hat seinen Preis, den die mörderischen Verbrecher, die die Märtyrer getötet haben, bald bezahlen müssen."
Nach Einschätzungen israelischer Geheimdienste soll Modschtaba Chamenei zu Beginn des Krieges verletzt worden sein. Demnach wurde er verwundet, als sein Vater Ali Chamenei getötet wurde. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte zudem, Chamenei könnte dabei auch entstellt worden sein.
Seit Kriegsbeginn ist der neue Oberste Führer nicht öffentlich aufgetreten. Seine erste Stellungnahme nach seiner Wahl war vergangene Woche im Staatsfernsehen verlesen worden. Laut Berichten könnte er sogar nach Moskau geflüchtet sein.