Der irische Justizminister Jim O'Callaghan arbeitet an einem Gesetzesentwurf, der "extreme oder gewalttätige" Pornografie ins Visier nimmt. Besitz, Produktion und Verbreitung solcher Inhalte sollen künftig unter Strafe gestellt werden.
Der Minister nennt konkrete Beispiele: Darstellungen mit Messern oder Strangulierungsszenen, die bis zur Todesdrohung gehen. Die Regierung wolle damit keine "moralische Prüderie" durchsetzen, betont O'Callaghan.
Wie AVN unter Berufung auf den Irish Independent berichtet, steht der Schutz von Jugendlichen im Mittelpunkt.
"Das ist sehr schädlich für junge Menschen, die das sehen und denken: So funktioniert menschliche Sexualität – aber das tut sie nicht", erklärt der Justizminister.
Das Gesetz soll nicht im Schnellverfahren durch das irische Parlament gebracht werden. O'Callaghan will sich Zeit nehmen, um die richtige Balance zu finden. Dabei sollen auch Ausnahmen für künstlerische Zwecke und Filme bedacht werden.
"Wir müssen über die verfügbaren Verteidigungsmöglichkeiten nachdenken, offensichtlich auch für künstlerische Zwecke oder für Filme", so der Minister. Das Ziel sei es, Teenager und junge Erwachsene vor einem verzerrten Bild menschlicher Sexualität zu schützen.