Wegen Israel-Beteiligung

Irland sagt ESC-Teilnahme 2027 erneut ab

Der irische Sender RTÉ verzichtet auch 2027 auf den Eurovision Song Contest in Bulgarien – aus Protest gegen Israels Teilnahme.
Heute Entertainment
20.09.2026, 12:45
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Auch im kommenden Jahr wird Irland am Eurovision Song Contest (ESC) nicht teilnehmen.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk RTÉ teilte mit, dass 2027 weder eine Übertragung noch die Entsendung eines Künstlers nach Bulgarien geplant ist.

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Bereits heuer verzichtete Irland auf eine Teilnahme am ESC in Wien. Grund dafür bleibt weiterhin die Teilnahme des israelischen Senders KAN. RTÉ begründet den Boykott mit dem „entsetzlichen und anhaltenden Verlust von Menschenleben in Gaza und der humanitären Krise dort, die das Leben so vieler Zivilisten weiter gefährdet“.

Wie "l'essentiel" berichtet, führt RTÉ außerdem große Sorge an, dass internationalen Journalisten nach wie vor der unabhängige Zugang zum Gazastreifen verwehrt werde.

Weitere Länder boykottieren den Wettbewerb

Neben Irland haben auch Spanien, Island, die Niederlande und Slowenien angekündigt, den ESC zu boykottieren, nachdem die Europäische Rundfunkunion (EBU) die israelische Teilnahme bestätigt hat. Der niederländische Sender AVROTROS erklärte ebenfalls, 2027 nicht dabei zu sein, da der Wettbewerb nicht mehr als neutral angesehen werden könne, solange ein teilnehmendes Land in einen großflächigen militärischen Konflikt verwickelt sei.

Bulgarien erstmals Gastgeber

Das ESC-Finale 2027 findet am 15. Mai in der Arena Burgas statt, die Halbfinals sind für den 11. und 13. Mai vorgesehen. Bulgarien richtet den Wettbewerb erstmals aus, nachdem Sängerin Dara den ESC 2026 in Wien mit dem Song „Bangaranga“ für sich entschied – der erste Sieg des Landes in der ESC-Geschichte.

Irland bleibt damit einer der erfolgreichsten Teilnehmer des Bewerbs fern. Das Land hält mit sieben Siegen zwischen 1970 und 1996 gemeinsam mit Schweden den Rekord an ESC-Erfolgen.

red,20.09.2026, 12:45