Wien übergibt den Staffelstab an – Burgas! Nach dem Sieg von Dara mit "Bangaranga" steht fest, wo der Eurovision Song Contest 2027 stattfinden wird. Am 11., 13. und 15. Mai blickt Europa an die bulgarische Schwarzmeerküste.
Doch Hand aufs Herz: Während wohl jeder Wien oder Sofia zumindest ungefähr einordnen kann, dürften bei Burgas einige erst einmal Google Maps öffnen.
Dabei ist die Stadt alles andere als ein kleines Nest. Burgas zählt zu den größten Städten Bulgariens und ist eines der wichtigsten Zentren an der Schwarzmeerküste. Besonders im Sommer wird die Region zum Urlaubsmagneten.
Das wohl größte Plus gegenüber Wien: Wer kurzzeitig genug von Jury-Punkten und "Douze Points" hat, kann theoretisch einfach ans Meer.
Burgas liegt direkt am Schwarzen Meer und verfügt über einen kilometerlangen Stadtstrand. Besonders bekannt ist der große Meeresgarten, der sich entlang der Küste zieht und zu den Wahrzeichen der Stadt gehört.
Mitte Mai sollte man allerdings noch keine Badewannen-Temperaturen erwarten. Der ESC bekommt trotzdem einen Flair, den es in dieser Form nur selten gab: Eurovision mit Meerblick.
Für ESC-Fans, die nach den Shows nicht sofort schlafen gehen wollen, könnte es besonders interessant werden. Nur rund 35 Kilometer von Burgas entfernt liegt nämlich Sonnenstrand – international besser bekannt als Sunny Beach.
Der Ferienort ist berühmt-berüchtigt für Hotels, Bars, Clubs und ziemlich ausgedehnte Partynächte. Im Hochsommer gilt Sunny Beach als eine der größten Partyhochburgen am Schwarzen Meer.
ESC und Partyurlaub könnten 2027 also ziemlich schnell miteinander verschmelzen.
Auch die Anreise ist leichter, als man zunächst vermuten könnte. Burgas besitzt einen internationalen Flughafen, der besonders während der Urlaubssaison von zahlreichen europäischen Städten angeflogen wird.
Für die ESC-Woche dürfte das Angebot besonders interessant werden. Zusätzlich ist Burgas per Bahn und Straße mit Sofia und anderen Teilen Bulgariens verbunden.
Gesungen wird allerdings nicht am Strand, sondern in der Arena Burgas. Die moderne Halle wurde erst 2023 eröffnet und wird für den Eurovision Song Contest zum Zentrum der europäischen Musikwelt.
Rund um die eigentlichen TV-Shows wird es außerdem zahlreiche Proben, Preview-Shows und ein großes Rahmenprogramm geben. Auch die unterlegenen Bewerberstädte Sofia, Varna und Plowdiw sollen in die ESC-Feierlichkeiten eingebunden werden.
Für Fans könnte Burgas damit einen ganz besonderen ESC liefern. Vormittags durch die Stadt schlendern, nachmittags ans Schwarze Meer und abends "Bangaranga" und Co. in der Arena feiern.
Nach dem Großstadt-ESC in Wien wird der Song Contest 2027 damit jedenfalls ziemlich anders aussehen.
Und wer nach dem Finale am 15. Mai noch ein paar Urlaubstage übrig hat, weiß jetzt zumindest schon, wohin es gehen könnte.