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IS-Terrorist schmiedete in Haft erneut Anschlagspläne

2018 wurde der IS-Terrorist Lorenz K. zu neun Jahren Haft verurteilt. Im Gefängnis soll der 24-Jährige nun erneut Anschlagspläne geschmiedet haben.
Newsdesk Heute
31.08.2023, 16:22
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Seit 2017 sitzt der 24-jährige Lorenz K. in Österreich in Haft. Im April 2018 wurde der IS-Terrorist in Wien zu neun Jahren Haft verurteilt. Unter Anrechung der Untersuchungshaft und einer weiteren Verurteilung wegen schwerer Sachbeschädigung, wäre er am 20. Oktober 2026 freigekommen. K. hatte im Alter von 17 Jahren einen islamistischen Anschlag auf den US-Truppenstützpunkt im deutschen Rammstein geplant. Außerdem hat er einen damals zwölfjährigen Burschen zu einem Selbstmordanschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen (Deutschland) angestiftet. 

Doch wie nun bekannt würde, muss Lorenz K. erneut vor Gericht. Der 24-Jährige soll während seiner Haft erneut Anschläge im Namen des Islamischen Staats geplant haben, berichtete Puls24. Das bestätigte Hansjörg Bacher, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, gegenüber der "Krone". Unter anderem werden K. versuchte Bestimmung zum Mord, versuchte Bestimmung zur vorsätzlichen Gefährdung durch Sprengmittel sowie die Verbrechen der terroristischen Vereinigung und der kriminellen Organisation vorgeworfen.

Neben dem verurteilten IS-Terroristen wird auch ein Mithäftling angeklagt. Laut Bacher sei die Anklage gegen das Duo bereits rechtskräftig – ein Hauptverhandlungstermin am Landesgericht Graz sei allerdings noch nicht ausgeschrieben. Im Falle einer Verurteilung muss K. mit mindestens zehn bis 20 Jahren Gefängnis oder sogar lebenslanger Haft rechnen. 

Terrorpläne auf Handy

Laut der "Krone" soll K. seine Terror-Pläne bereits ab November 2019 in der Justizanstalt Stein geschmiedet haben. Auch nach seiner Verlegung in die JA Karlau in Graz verfolgte der 24-Jährige seine Pläne weiter. So soll der IS-Terrorist mithilfe illegal beschaffter Mobiltelefone erneut einen Anhänger des IS zu einem Selbstmordanschlag angestiftet und Hinrichtungsvideos zugeschickt haben.

Außerdem soll K. Kontakt zu anderen verurteilten Terroristen aufgenommen und andere Inhaftierte mit dem Gedankengut der islamistischen Terrororganisation vertraut gemacht haben. 

Ende Juli 2020 soll sich K. ein IS-Propaganda-Video auf sein Handy geladen haben. Unter anderem zeigt das Video Aufnahmen einer Geisel-Tötung sowie die Zündung eines Sprengsatzes. Dieses Video, das außerdem die Anleitung zum Bau einer Bombe enthielt, soll der 24-Jährige einer Person weitergeleitet haben. Diese Person konnte von den Ermittlern bisher nicht ausgeforscht werden. 

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