Vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag starten am Montag die Anhörungen im Fall des früheren philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte.
Schon 2021, also noch während Dutertes Amtszeit, hatte der Chefankläger des Gerichts wegen Dutertes "Drogenkrieg" Ermittlungen beantragt. 2025 wurde er dann in der philippinischen Hauptstadt Manila festgenommen und in die Niederlande gebracht.
Bei der ersten Anhörung wird der 80-jährige Duterte nicht persönlich vor Gericht erscheinen.
Im Raum steht der Vorwurf, dass der Kampf gegen Drogen, den Duterte als Präsident der Philippinen von 2016 bis 2022 geführt hat, als Verbrechen gegen die Menschlichkeit gilt.
Damals haben Sicherheitskräfte tausende angebliche Drogenhändler und Süchtige getötet.
Laut Menschenrechtsgruppen gab es gegen viele der Getöteten keine konkreten Vorwürfe, besonders oft seien Arme ins Visier geraten.