Gute Nachricht für ältere Autofahrer in Italien: Ab 2026 sollen alle Fahrzeughalter ab 70 Jahren von der sogenannten "bollo auto" befreit werden. Dabei handelt es sich um eine regionale Steuer, die unabhängig davon anfällt, ob das Auto tatsächlich genutzt wird.
Die Höhe der Abgabe richtet sich nach Leistung und Umweltklasse des Fahrzeugs und variiert je nach Region. Für viele Senioren bedeutet das eine erhebliche finanzielle Entlastung.
Wie chip.de berichtet, muss das Fahrzeug auf die betreffende Person zugelassen sein. Einkommensgrenzen sind nicht vorgesehen, einzelne Regionen können aber zusätzliche Vorgaben verlangen.
Die Befreiung erfolgt nicht automatisch. Betroffene müssen einen Antrag bei der zuständigen regionalen Behörde stellen. Dazu sind ein Ausweisdokument und die Fahrzeugpapiere nötig. Je nach Region ist die Antragstellung online oder persönlich möglich.
Wichtig: Die regional festgelegten Fristen müssen eingehalten werden. In manchen Regionen gilt die Befreiung ab dem Zeitpunkt der Antragstellung, in anderen rückwirkend ab Jahresbeginn.
Der Haken: Ausländische Staatsangehörige mit Alters- oder Zweitwohnsitz in Italien dürften leer ausgehen. Eine solche Regelung wäre eine Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit und nur schwer mit EU-Recht vereinbar.
Das deutsche Maut-Desaster unter Ex-Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) könnte als Warnung dienen. Damals war Deutschland mit einer Autobahngebühr für nichtdeutsche Staatsangehörige vor dem EuGH gescheitert - das Fiasko kostete den Steuerzahler 243 Millionen Euro.