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Jahrhundert-Deal – kein "Call of Duty" auf Playstation?

Microsoft steht vor der Übernahme von Activision, dem Entwickler von "Call of Duty". Ein amerikanisches Gericht gab grünes Licht für die Übernahme.

"Call of Duty" gehört zur beliebtesten Game-Reihe auf dem Markt.
"Call of Duty" gehört zur beliebtesten Game-Reihe auf dem Markt.
Activision

Microsoft gewinnt vor Gericht gegen die Federal Trade Commission FTC. Eine Klage der amerikanischen Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde wurde abgewiesen. Die Behörde war der Ansicht, dass die Übernahme von Activision dazu führen wird, dass Microsoft Spiele wie "Call of Duty" künftig exklusiv auf der Xbox veröffentlichen wird und so einen Wettbewerbsvorteil erhält.

Auch die EU gab grünes Licht für die Übernahme des "Call of Duty"-Entwicklers

Im Mai stimmte auch die Europäische Kommission dem Deal zu. Einzig die britische Wettbewerbsbehörde CMA blockiert die Übernahme noch. Jetzt hat die Behörde mit Microsoft aber vereinbart, den Rechtsstreit zu unterbrechen, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Es könnte jetzt ziemlich schnell gehen, da die Vertragsfrist am 18. Juli näher rückt.

"Call of Duty" gehört auf der Playstation zu den beliebtesten Games

"Call of Duty" ist die erfolgreichste Game-Franchise von Activision. Insgesamt verkaufte der Game-Entwickler über 425 Millionen "Call of Duty"-Spiele.

Während des Gerichtsprozesses zeigten von Sony eingereichte Unterlagen, dass "Call of Duty" für Sony jährlich Einnahmen zwischen 14 und 16 Milliarden US-Dollar einbringt. In den USA spielen rund eine Million Playstation-Besitzer offenbar einzig und allein "Call of Duty", 20 Millionen weitere zumindest überwiegend.

Das spricht gegen einen Verbleib von "Call of Duty" auf der Playstation

Microsoft wollte mit Sony einen Vertrag abschließen. "Call of Duty" sollte zunächst drei Jahre lang auch für Playstation verfügbar sein, nachdem die aktuelle Vereinbarung zwischen Activision und Sony endet.

Playstation-Chef Jim Ryan bezeichnete dieses Angebot als "in vielerlei Hinsicht unzureichend". Microsoft bot Sony schließlich einen 10-Jahres-Vertrag für "Call of Duty" auf der Playstation an, doch das Unternehmen weigerte sich bisher, diesen zu unterzeichnen.

Das spricht für einen Verbleib von "Call of Duty" auf Playstation

Um von der EU die Freigabe für die Übernahme von Activision zu erhalten, versprach Microsoft, für zehn Jahre Cloud-Lizenzen auf alle Spiele von Activision Blizzard bereitzustellen. Mit Anbietern wie Nintendo oder Nvidia hat Microsoft bereits Verträge abgeschlossen.

So wäre "Call of Duty" grundsätzlich auf allen Konsolen als Cloud-Version verfügbar, auch auf der Playstation. Beim Cloud-Gaming werden Spiele von Servern aus gestreamt. Man benötigt nur noch ein Endgerät für die Wiedergabe.

Kein Vorteil für Microsoft, wenn "Call of Duty" Exklusiv-Titel wird

Die britische Wettbewerbsbehörde stellte außerdem fest, dass es für Microsoft finanziell nicht profitabel ist, "Call of Duty" von der Playstation zurückzuhalten. Es spricht also vieles für einen Verbleib des beliebten Shooters auf der Playstation.

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    Die "Call of Duty"-Spieleserie wird von Cheatern und Cheaterinnen überrannt.
    Die "Call of Duty"-Spieleserie wird von Cheatern und Cheaterinnen überrannt.
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