"Früher war es besser"

"Jeden Cent zwei Mal umdrehen" – Preise belasten Mutter

Sonja spürt die Teuerung immer deutlicher: Explodierende Energie- und Wohnkosten reißen ein Loch in ihr Budget. Geld anzusparen ist kaum möglich.
Österreich Heute
20.09.2026, 07:58
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Eine Tafel Schokolade für fünf Euro? Für Sonja ist das längst ein Luxus. Die 48-Jährige arbeitet selbst im Einzelhandel und bekommt die Folgen der Teuerung täglich mit. Auch bei ihr ist das Geld inzwischen knapp: Miete und Gas verschlingen einen Großteil des Einkommens.

"Wer kauft denn sowas?"

"Ich selber arbeite im Einzelhandel und merke, dass die Kunden weniger werden. Die gehen lieber in Sozialmärkte", weiß Sonja. Auch sie selbst schaut sich im Sozialmarkt in der Ullreichgasse 13 ab und zu nach günstigen Lebensmitteln um. "Man sollte zwar in dem Geschäft einkaufen, wo man arbeitet, aber ich schaue mich dann selbst auch woanders um", ist sie von den explodierenden Preisen schockiert.

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Auf kleine Extras verzichtet die Wienerin zunehmend, um Geld einzusparen. "Ich esse so gerne Schokolade, aber eine Tafel um fünf Euro? Wer kauft denn so etwas? Wenn ich einen Laib Brot um 1,50 Euro bekomme, dann kaufe ich lieber das."

Geld am Ende des Monats weg

Besonders die Fixkosten wie Miete und Gas belasten die 48-Jährige. "Wenn man alleine fürs Gas 200 Euro im Monat zahlt, da kommt man ja gar nicht mit", findet sie.

Für ihre Wohnung zahlt Sonja fast 1.000 Euro. "Verdienen tut man aber trotzdem nicht mehr", ist sie enttäuscht. Vor allem mit ihren drei Kindern merkte die Mutter bald: "Wir müssen am Ende des Monats jeden Cent zweimal umdrehen. Früher ist es noch gegangen."

red,20.09.2026, 07:58
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