1:4, 1:5

Jeden Monat Krise – war es das jetzt für Rapids Klauß?

Zwei Spiele, drei Rote, neun Gegentore! Nach Horror-Tagen in Hütteldorf steht die Zukunft von Trainer Robert Klauß im Fokus.
Sport Heute
21.04.2025, 09:01
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Rapid schoss sich mit einer Traum-Woche scheinbar aus der Krise. 1:0 in Stockholm im Viertelfinal-Hinspiel der Conference League, gefolgt vom 2:0-Derbytriumph gegen Rivale Austria in der Liga. Das Stimmungspendel der Hütteldorfer schlug nach der Länderspielpause von Tristesse in Euphorie über.

Umso tiefer ist der Fall nun nach vier Tagen zum Vergessen. Am Gründonnerstag sah erste Mamadou Sangare Rot, später auch Innenverteidiger Serge-Philippe Raux-Yao, dann platzten die Europa-Träume. Das Rückspiel gegen Djurgarden endete mit einer bitteren 1:4-Niederlage nach Verlängerung. Am Ostersonntag setzte es ein 1:5-Debakel gegen Wolfsberg. Wieder stand ein früher Rot-Ausschluss im Fokus – im Gegensatz zum Brutalo-Foul von Sangare war der Platzverweis von Keeper Niklas Hedl aber höchst umstritten und im Nachgang sogar für den Schiedsrichter eine Fehlentscheidung.

Rapid steht wieder ohne Titel da, droht in der Liga das Mittelmaß. Zu wenig für die großen Ambitionen des Rekordmeisters. Zur Erinnerung: Im Jänner blockte Sportboss Markus Katzer Millionen-Angebote für Sangare und Co. ab. Das Signal schien klar: Angriff auf die Meisterschaft.

Wie soll es nun weitergehen? Was heißt der jüngste Rückschlag für Trainer Robert Klauß, dem Katzer zuletzt zumindest bis Saisonende das Vertrauen ausgesprochen hatte? Was sich in der Lavanttal-Arena abspielte, glich für viele Fans einer sportlichen Kapitulation. Kaum Widerstand, keine Frische, keine Idee – und am Ende ein 1:5. Die Grün-Weißen schien nicht nur körperlich platt, sondern auch mental ausgelaugt.

"Wir müssen weitermachen", sagt Coach Klauß fast trotzig. "Köpfe richten, regenerieren, Frische reinbringen." Denn der nächste Gegner, Blau-Weiß Linz, ist nur vier Punkte hinter Rapid. Eine weitere Pleite – und auch Platz fünf wackelt. Zur Erinnerung: Die Oberösterreicher gewannen beide Grunddurchgangsspiele gegen Grün-Weiß.

Krise im Monatstakt

Darf Klauß überhaupt weitermachen? Die bisherigen Aussagen von Katzer lassen noch auf kein vorzeitiges Handeln schließen. Aber: Dass der Sportvorstand im Monatsrhythmus öffentlich auf Krisen und die Trainerfrage reagieren muss, ist kein gutes Zeichen für den Mann an der Seitenlinie.

Ende Februar hatte Katzer nach dem historisch schlechten Start ins neue Jahr gesagt: "Es gibt keine Trainerdiskussion."

Ende März hatte er diesen Satz wortgleich erneuert. Der bezeichnende Nachsatz damals: "Robert Klauß ist auf jeden Fall bis zum Ende der Saison Trainer bei uns!" Der Vertrag von Klauß läuft bis 2026…

Wir schreiben Ende April, Rapid hält 2025 bei drei Siegen aus zehn Ligaspielen. Zwei davon gelangen gegen die Abstiegskandidaten Altach und GAK, einer am 13. April im Derby.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 21.04.2025, 11:24, 21.04.2025, 09:01
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