Jens Spahn macht erneut Schlagzeilen mit einem Rücktritt.
Nur wenige Wochen nachdem er seinen Posten als CDU-Fraktionschef nach einem Leihmutter-Skandals abgegeben hat ("Heute" hat berichtet), zieht sich der 46-Jährige nun auch aus dem Haushaltsausschuss des Bundestags zurück.
Als Grund nennt der frühere Gesundheitsminister den Wunsch, sich mehr auf seine Familie konzentrieren zu wollen. "Normales Arbeiten ist kaum möglich", soll Spahn erklärt haben.
Wie es auf n-tv heißt, ist der wahre Hintergrund eine weitere "Instinktlosigkeit": Spahn hatte wichtige Ausschuss-Termine versäumt und war stattdessen mit seiner Familie auf Sardinien im Urlaub - Fotos davon kursierten in sozialen Medien.
Innerhalb der Unionsfraktion soll der Unmut über Spahns Verhalten zuletzt stark gewachsen sein. Sein freiwilliger Rückzug kam offenbar einem Rauswurf aus dem Gremium zuvor.
Der Haushaltsausschuss gilt als eines der mächtigsten Gremien im deutschen Bundestag.
Für Spahn ist es bereits der zweite Rücktritt innerhalb kurzer Zeit - ein weiterer Dämpfer für seine einst vielversprechende politische Karriere.