Es gibt viele Geschichten, die zeigen, wie das Job-Programm der Stadt Linz ("Jobimpuls") Menschen helfen kann. Ein Beispiel ist Frau L., eine alleinerziehende Mutter, die nach Jahren ohne Arbeit und schweren psychischen Belastungen in eine finanzielle Notlage geraten ist. Durch Jobimpuls hat sie neuen Mut gefasst, einen Computerkurs gemacht und schließlich eine Lehre als Bürokauffrau abgeschlossen. Wie die "OÖN" berichten, konnte sie so wieder Fuß fassen.
Ein weiteres Beispiel ist Herr C. aus Syrien. Obwohl er einen anerkannten Bachelor in Petrochemie hat, sehr gut Deutsch spricht und über 200 Bewerbungen geschrieben hat, fand er laut dem Bericht keinen Job am ersten Arbeitsmarkt. 2024 startete er mit Jobimpuls im chemischen Labor der Stadt Linz – heute ist er dort fix angestellt.
Das Programm Jobimpuls gibt es schon seit den 1980er-Jahren. Es richtet sich an Menschen, die Sozialhilfe bekommen und trotz aller Mühe keine Arbeit finden.
Die Stadt Linz bietet ihnen individuell zugeschnittene Arbeitsplätze – entweder direkt im Magistrat, in Betrieben der städtischen Holding oder bei Sozialvereinen wie der Volkshilfe, she:works oder der ARGE für Obdachlose. Mit Stichtag 31. Dezember 2025 waren 122 Personen im Kernmagistrat, 38 in städtischen Unternehmen und 59 bei externen sozialen Trägern beschäftigt.
Zusätzlich bekommen die Mitarbeiter eine umfassende sozialpädagogische Begleitung und zahlreiche Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung. "Die meisten Menschen wollen arbeiten, aber es müssen die Rahmenbedingungen passen", sagt Abteilungsleiterin Margot Humenberger, die seit 2013 für Jobimpuls zuständig ist. "Wer aber eine Ausbildung macht, wird zu 90 Prozent übernommen oder schafft es in den ersten Arbeitsmarkt", so Humenberger weiter.
80 Arbeitsplätze sind speziell für Menschen mit Beeinträchtigungen reserviert. Diese Jobs sind nicht befristet.
Besonders gefragt sind Ausbildungen zur pädagogischen Assistenzkraft. Rund zehn Personen starten jedes Jahr über Jobimpuls in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen.
Vizebürgermeisterin und Sozialreferentin Karin Leitner (SP) bezeichnet Jobimpuls als Erfolgsmodell. "Allein im vergangenen Jahr gelang 30 Prozent der Teilnehmenden der Sprung in den ersten Arbeitsmarkt, und für mehr als 50 Prozent bedeutete Jobimpuls den Ausstieg aus der Sozialhilfe", sagt Leitner. Vor allem Frauen profitieren von dem Programm. Die Kosten für Jobimpuls betragen heuer 3,7 Millionen Euro.