Es sind schwere Monate für Johann Lafer. Der 68-jährige Starkoch machte erst Ende Mai öffentlich, dass er an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist. Die Diagnose liegt bereits länger zurück, seit Anfang 2026 wird Lafer mit Chemotherapie behandelt.
Wie sehr ihn die Behandlung belastet, schilderte der gebürtige Steirer zuletzt selbst. Unter anderem verlor er massiv an Gewicht, zeitweise seinen Geschmackssinn und hatte Schwierigkeiten beim Essen. Für einen Mann, dessen Leben sich seit Jahrzehnten um Genuss und Kulinarik dreht, besonders hart.
Von seiner Leidenschaft will sich Lafer allerdings nicht verabschieden. Bei einer Kunstmesse im Haus Waagplatz 2 in Salzburg war der TV-Koch nun persönlich zu Gast. Für ausgewählte Besucher bereitete er im Rahmen der Veranstaltung ein Galadinner zu.
Dabei äußerte er sich auch zu seinem derzeitigen gesundheitlichen Zustand. "Es geht mir den Umständen entsprechend gut, ich bin glücklich, arbeiten zu können und Kunst welcher Art auch immer war und ist immer Teil meines Lebens."
Worte, die zu Lafers kämpferischer Haltung passen. Trotz seiner Erkrankung hatte er klargemacht, dass ein völliger Rückzug für ihn nicht infrage kommt. Noch im Juli erklärte er, dass er leben, arbeiten, lieben und weiterhin Ideen haben wolle.
Anlass für Lafers Salzburg-Auftritt war eine von Wolfgang Pelz organisierte Kunstmesse während der Festspielzeit. Gezeigt wurden unter anderem Werke von Maria Lassnig, Erwin Wurm, Gustav Klimt, Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Friedensreich Hundertwasser und Arnulf Rainer.
Lafers Galadinner wurde von Staatsopernsängerin Zoryana Kushpler und Jana Stadlmayr musikalisch begleitet. Unter den Gästen befanden sich Schriftstellerin Hera Lind, Schauspielerin Daniela Ziegler sowie Gmundner-Keramik-Chef Andreas Glatz.