Uganda trauert um einen außergewöhnlichen Monarchen: Oyo Nyimba Kabamba Iguru Rukidi IV., König des traditionellen Toro-Königreichs, ist im Alter von nur 34 Jahren gestorben. Wie der "Kurier" unter Berufung auf ugandische Medien berichtet, starb der Monarch am 27. August gegen 22 Uhr Ortszeit.
Bekannt wurde König Oyo weit über Uganda hinaus, weil er schon als Kleinkind auf den Thron kam. Im Alter von nur drei Jahren wurde er gekrönt. Im Vorjahr wurde er vom Guinnessbuch der Rekorde als jüngster König der Welt anerkannt.
Die Todesursache soll eine schwere Krebserkrankung gewesen sein. Zuletzt hatte sich Oyo in den Vereinigten Staaten medizinisch behandeln lassen. In Uganda berichten Medien ausführlich über den Tod des verehrten jungen Königs, der als begeisterter Sportfan und Umweltschützer galt.
Politische Macht hatte Oyo nicht. Die traditionellen Königreiche Ugandas waren nach ihrer Abschaffung in den 1960er-Jahren später wieder eingesetzt worden. Den Königen ist es jedoch gesetzlich untersagt, sich politisch zu betätigen. Ihre Rolle ist vor allem kulturell und zeremoniell.
Zu ihren Aufgaben zählen die Bewahrung kultureller Werte, die Förderung des sozialen Zusammenhalts sowie Auftritte bei Kampagnen, etwa zu Umwelt- oder Gesundheitsthemen. Auch bei der Einsetzung von Clan-Chefs spielen sie eine zeremonielle Rolle.
Offen ist nun, wer Oyo auf den Thron folgen wird. Nach den Traditionen des Toro-Königreichs soll die Entscheidung über die Nachfolge erst später bekannt gegeben werden. Auch Details zur Beisetzung des Königs standen zunächst noch aus.