Anrainern reicht es

Jugendbande terrorisiert Nachbarn – Wienerin flüchtet

Jugendbanden sorgen in Wien für Angst und schrecken, so auch in Wien-Meidling. Anrainer sprechen von Lärm und Pöbeleien.
Newsdesk Heute
25.07.2026, 22:46
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Wie bereits berichtet, hat die Bundeshauptstadt mit Jugendbanden zu kämpfen. Die Taten reichen oft von Pöbeln, Raufereien, Sachbeschädigungen bis hin zu Raubüberfällen und Verfolgungsjagden auf E-Scootern. Auch in Wien-Meidling sehen sich die Anrainer des Miep-Gies-Parks mit so einer Bande konfrontiert.

Gegenüber der "Krone" schilderte ein Nachbar von den besorgniserregenden Entwicklungen. Demnach hätten die Mieter in seiner Wohnhausanlage – gerade in den Sommermonaten – mit nächtlicher Lärmbelästigung zu kämpfen. Es sei "unerträglich", viele Anrainer würden kein Auge mehr zubekommen.

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"Werde fast jedes Mal angegangen"

Dafür soll eine Gruppe Jugendlicher verantwortlich sein, die die Gegend um den Park herum unsicher mache. Laut dem Mann würden sie laut Videos schauen, herumschreien und auch Menschen anpöbeln. "Ich werde fast jedes Mal angegangen, wenn ich rausgehe", so der Anrainer.

Wenn er versucht, die Jugendlichen auf ihr Verhalten anzusprechen, würde der Mann lediglich Schulterzucken ernten. Ihm zufolge würden sich die Bewohner "alleine gelassen". Sie hätten bereits mehrmals die Polizei und die Bezirksvorstehung über die Vorfälle informiert. Auf "Krone"-Nachfrage sprachen die Beamten von zwei Einsätzen wegen "Erregung ungebührlichen Lärms". Demnach kontrolliere ein Streifendienst die betroffene Parkanlage regelmäßig. Eine starke Häufung von Problemen sei nicht bekannt.

Ähnlich äußerte sich auch Bezirksvorsteher Wilfried Zankl (SPÖ). Zwar habe er vereinzelt Zuschriften zum Lärm im Park erhalten, die er natürlich lese und beantworte, trotzdem sieht er keine außergewöhnliche Problemlage. Des Weiteren wolle er keine Parkinfrastruktur wegen der Störenfriede abbauen. Ihm zufolge könne störender Lärm durch die Polizei verfolgt werden und zudem würden Fair-Play-Teams des Bezirks am Tag unterwegs sein.

Wienerin zog um

Einer Anrainerin scheint dies jedoch nicht gereicht zu haben. Wie ihr Bekannter der "Krone" verriet, sei sie wegen der Jugendbande umgezogen. Eine Situation, die in Wien offenbar öfter vorkommt. "Heute" berichtete bereits über eine Familie, die aus Wien-Favoriten flüchten will. "Man hat das Gefühl, dass die Politik und die Verantwortlichen diese Probleme nicht ernst genug nehmen", sagte der Familienvater über die Lage in seinem Wohnviertel am Viktor-Adler-Markt.

Er sprach von einer Veränderung des Grätzls, durch die sich seine Familie nicht mehr sicher fühlen könne. Blutige Schlagzeilen seien Alltag geworden. Des Weiteren würden Frauen belästigt und auf offener Straße angemacht werden. Der Mann erzählte, dass er regelmäßig beobachtet, wie Personen mit Messern oder ähnlichen Gegenständen in der Öffentlichkeit hantieren. Sein trauriges Fazit: "So kann man hier nicht mehr leben."

{title && {title} } red, {title && {title} } 25.07.2026, 22:46