Neue Studie schockiert

Muslima will kein Kopftuch tragen – "Kommst in Hölle"

Wer das Kopftuch ablegt, riskiert laut neuer Studie Beschimpfungen, familiären Bruch und sogar das Ehe-Aus. Betroffene erzählen nun ihre Erlebnisse.
Österreich Heute
18.07.2026, 15:56
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Für viele beginnt der Druck schon als Mädchen – und endet selbst Jahre später nicht. Eine neue Studie von Religionsforscher Ednan Aslan zeigt, welchen Preis manche Musliminnen in Österreich zahlen, wenn sie ihr Kopftuch ablegen. Die Folgen reichen von heftigen Beschimpfungen bis hin zum Bruch mit der eigenen Familie.

Für die Untersuchung wurden 55 in Österreich aufgewachsene Musliminnen befragt, die ihr Kopftuch später bewusst abgelegt haben. Während einige den Hijab aus Überzeugung trugen, schildern andere, dass sie sich dazu gezwungen fühlten.

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Kopftuch abgelegt – Ehe zerbrach

Besonders erschütternd sind Aussagen, mit denen Frauen nach ihrer Entscheidung konfrontiert worden sein wollen. So berichteten Teilnehmerinnen von Drohungen wie: "Frauen, die ihr Kopftuch ablegen, gehören umgebracht oder kommen in die Hölle." Viele hätten nach diesem Schritt unter massiven Schuldgefühlen gelitten.

In einem Fall habe die Entscheidung dramatische Folgen gehabt: Die Ehe der Betroffenen sei deswegen in die Brüche gegangen. Hintergrund seien Vorstellungen von Ehre innerhalb des familiären Umfelds gewesen. Eine andere Frau fasste ihre Kindheit mit den Worten zusammen: "Ich war eigentlich nie Kind."

Laut Studie fällt die Entscheidung gegen das Kopftuch häufig mit Ausbildung, Berufseinstieg oder dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben zusammen. Gleichzeitig geraten viele Frauen dadurch in Konflikt mit ihrem sozialen Umfeld.

Zwischen Ablehnung und Ausgrenzung

Die Befragten berichten von einer doppelten Belastung: Mit Kopftuch würden sie in der Gesellschaft Benachteiligungen erleben, ohne Kopftuch folgten Vorwürfe und sozialer Druck aus dem eigenen Umfeld. Viele fühlten sich dadurch zwischen zwei Welten gefangen.

Erste Mädchen schon in Volksschule betroffen

Das durchschnittliche Alter beim ersten Tragen des Kopftuchs lag laut Studie bei 12,5 Jahren, manche Mädchen bedeckten ihr Haar bereits in der Volksschule. Abgelegt wurde es meist erst zwischen dem 18. und 30. Lebensjahr.

Aslan betont jedoch: "Das Ablegen des Kopftuchs bedeutet keine Abkehr vom Islam. Viele entwickeln ein persönlicheres und reflektierteres Religionsverständnis." Unterstützung finden viele Betroffene heute in sozialen Netzwerken, wo sie ihre Erfahrungen miteinander teilen.

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